Saarburger Gymnasiasten beschäftigen sich beim Projekt  Reduse mit Ressourcenschonung.

Ökologie : Schüler entdecken nachhaltige Lebensweise

Saarburger Gymnasiasten beschäftigen sich beim Projekt Reduse mit Ressourcenschonung.

Am Saarburger Gymnasium war die Multivision e.V. mit dem bundesweiten Schulprojekt „Reduse – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ zu Gast. Im Fokus der für die fast 400 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 7, 9 und 10 konzipierten Veranstaltung stand eine Bewusstmachung des Verbrauchs nicht nachwachsender Rohstoffe.

In verschiedenen Zusammenhängen wurden im Rahmen eines Filmes die drei Handlungsstrategien „Reduce“ (Konsum reduzieren), „Reuse“ (Materialien wiederverwenden, gegebenenfalls durch Upcycling) und „Recycle“ (Ressourcennutzung in ein Kreislaufsystem überführen) vorgestellt und im anschließenden Gespräch im Plenum unter der Moderation von Tamara Wittmann in vielfältiger Weise vertieft. Das Projekt will die Jugendlichen dazu motivieren, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort von Landrat Günther Schartz, der die Schirmherrschaft übernommen hatte und damit ebenso wie die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz und die Sparkasse Trier die Veranstaltung auch finanziell unterstützte. Im Beisein der zweiten stellvertretenden Schulleiterin Daniela Drumm hob Schartz  die außerordentliche Bedeutung der Thematik für die junge Generation hervor.
„Dem Thema Nachhaltigkeit widmen sich unsere Schülerinnen und Schüler zwar schon seit vielen Jahren in verschiedenen Schulfächern wie Erdkunde, Biologie, Ethik oder Englisch. Auch im AG-Bereich ist das Thema beispielsweise durch die Umwelt-AG, die Fairtrade-AG, die Imker-AG, die AG Leben auf kleinem Fuß oder auch die AG Integration vertreten. Dennoch ist eine solche Veranstaltung durch externe Kooperationspartner immer ein zusätzliches Highlight im Rahmen unserer Bildung für nachhaltige Entwicklung“, erläuterte Lehrer Daniel Groß, der den Kontakt zur Multivision e.V. hergestellt hatte.

Referentin Tamara Wittmann hob immer wieder die Komplexität der Zusammenhänge hervor, die es dem Einzelnen oft auch erschweren, aktiv zu werden. „Ihr müsst jetzt nicht alle Hardcore-Veganer werden und auf sämtliche Flüge verzichten“, ließ sie die Schülerinnen und Schüler wissen. Stattdessen sollten sie sich darüber bewusst sein, dass jede einzelne Kaufentscheidung eine Entscheidung für oder gegen mehr Nachhaltigkeit sein kann. Wenn bei den Unternehmen auch nur ein Umsatzrückgang von zwei Prozent registriert werde, führe dies bereits zu der Suche nach Gründen. So könne eine nachhaltige Produktion von Gütern auch außerhalb der politischen Ebene effektiv forciert werden.

Die Organisatoren erhoffen sich, dass mit dieser Veranstaltung Impulse und Anregungen für eine nachhaltigere Lebensweise gesetzt werden.

Der Veranstaltung wird vielfach eine Nachbereitung im Unterricht folgen. Darüber hinaus erhielten die Schüler  einen kurzen Fragebogen zur Veranstaltung, um ihr Feedback abzugeben. Dieses soll in die weitere Arbeit des im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Arbeitskreises zur Bildung für nachhaltige Entwicklung des Saarburger Gymnasiums einfließen.

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