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Saarburger hoffen auf "volles Haus"

Saarburger hoffen auf "volles Haus"

SAARBURG. Den Herbst lässt sich der Saarburger Einzelhandel traditionell gerne vergolden: Am kommenden Sonntag, 15. Oktober, lädt der Saarburger Gewerbe-Verband zum verkaufsoffenen Sonntag, dem "Goldenen Oktober", ein. Geöffnete Geschäfte, ein Bauern- und Handwerkermarkt und das Rahmenprogramm sollen Besucher von nah und fern in die Stadt ziehen.

Der "Goldene Oktober" hat sich zum Selbstläufer für die Saarburger Geschäftswelt entwickelt. Seit einigen Jahren schon ruft der Saarburger Gewerbe-Verband (SGV) stets Mitte Oktober zum verkaufsoffenen Sonntag in der Burgstadt auf - und stößt bei der Geschäftswelt offensichtlich auf wachsende Begeisterung. "Der Einzelhandel ist sehr motiviert. Die Zustimmung zum Goldenen Oktober hat sich im Laufe der Jahre enorm verbessert", erklärt Stefan Müller-Hamann von der "Interessengemeinschaft Ideen und Konzepte" (Iko) auf TV-Nachfrage. Nach Einschätzung des Saarburger Textilfachhändlers wird die Veranstaltung im Oktober "sehr hoch bewertet". "Es geht nicht allein um den verkaufsoffenen Sonntag, sondern um das Rahmenprogramm, das wir anbieten. Was das anbetrifft, bemühen wir uns stets darum, es hochwertig zu gestalten." So wird es rund um den Wasserfall, am Fruchtmarkt und entlang der Graf-Siegfried-Straße einen Bauern- und Kunsthandwerkermarkt geben. Müller-Hamann: "Der Fruchtmarkt wird zu 80 Prozent mit Ständen des Hofguts Serrig belegt sein." Einen Bauernmarkt mit Köstlichkeiten, die heimischen Wiesen, Feldern, Wäldern und Gewässern entstammen, wird es am Wasserfall geben. "Dort werden wirklich nur Selbstvermarkter ihre Sachen anbieten", versichert der Geschäftsmann. Heimischer Ziegenkäse, Damhirsch-Ragout, Met, Forellengerichte aus der Trassemer Forellenzucht, Obst, heimische Gewürze oder Brot sind beispielsweise Dinge, die Besucher auf dem Markt kaufen können. Für den Kunsthandwerkermarkt habe man sich um Aussteller bemüht, die sich nicht alltäglichen Handwerken widmen. "So haben wir beispielsweise jemanden gefunden, der wirklich originelle Schnitzarbeiten anbietet", sagt Müller-Hamann. Zu sehen gibt es unter anderem auch Tiffany-Glaskunst, Lammfellartikel, Modelleisenbahn-Zubehör oder Korbwaren aus Binsen und Rattan. Die Zahl der Aussteller habe sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. "Vergangenes Jahr waren rund 50 dabei, dieses Mal sind es 62." Viele reisten von weit her an. "Wir haben welche aus Frankfurt und sogar vom Bodensee. Das spricht für unsere Atmosphäre in Saarburg, aber auch dafür, dass es sich lohnt."Kinderschminken, Karussell und Eisenbahn

Lohnen soll es sich auch wieder für die Einzelhändler, die von 13 bis 18 Uhr ihre Geschäfte öffnen. "So weit ich weiß, machen alle mit", sagt Müller-Hamann. Wer mit seinem Nachwuchs zum Bummeln und Einkaufen kommt, kann diesen getrost "parken" - etwa auf dem Sparkassenvorplatz, wo die Kleinen unter Aufsicht basteln oder sich schminken lassen können. Eine Kindereisenbahn wird auf dem Fruchtmarkt aufgebaut. Rundendrehen ist aber auch auf dem Karussell vor der Sparkasse möglich. Auf die Erwachsenen wartet um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius ein hochkarätiges Orgelkonzert. Karl-Ludwig Forg wird an der Weimbsorgel Werke von Bach und Mendelssohn-Bartholdy spielen. Wer mehr das Auge und weniger die Ohren verwöhnen möchte, sollte an diesem Tag den Weg unterhalb der Kirche einschlagen. Beim Künstleraustausch-Projekt "artmix,", das zum zweiten Mal vom Kultusministerium Luxemburg, den Städten Saarbrücken und Saarburg organisiert wird und den kunstschaffenden Nachbarn eine Begegnungsplattform bieten soll, können Besucher den Teilnehmern in ihren Ateliers im Amüseum, der Hackenberger Mühle und in der Glockengießerei Mabilon über die Schulter schauen. Eine Bilderausstellung der Tabener Autodidaktin Annerose Biegel ist in den Geschäftsräumen des Juweliers Appel am Rathaus zu sehen. Parkplatzmöglichkeiten werden am Sonntag an den Eingängen zur Innenstadt ausgewiesen.