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Saarburger Stadtrat: Erst Gespräche zu Hotelprojekt, dann Beschlüsse

Stadtentwicklung : Saarburger Hotelprojekt: Erst Gespräche, dann Beschlüsse

Der Saarburger Stadtrat hat zum geplanten Hotelprojekt in Saarburg-Beurig am Donnerstagabend keinen endgültigen Beschluss gefasst. Dieser wurde verschoben.

Es gebe noch Gespräche mit Planern und Investor, kündigte Stadtbürgermeister Jürgen Dixius stattdessen an. Dabei gehe es um die die Höhen der Gebäude und andere Details, erklärte er auf Nachfrage.

Laut Tagesordnung sollte der Rat darüber entscheiden, ob er das Ergebnis der frühzeitigen Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung zur fünften Änderung des Bebauungsplans Im Taubhaus billigt. Es geht um das Gelände des ehemaligen Toom-Markts an der Wiltinger Straße. Dort plant das Bauunternehmen Matthias Ruppert aus Esch zusammen mit der Stadt Saarburg einen Hotel-Komplex mit 64 Doppelzimmern. Nördlich angrenzend sollen 62 Wohnungen entstehen, westlich sind 14 Ferienhäuser mit an die 50 Betten vorgesehen. Der Entwurf für die Anlage, die einen Bezug zum Thema Wein haben soll, stammt vom Mailänder Architekten Matteo Thun.

In der Stadtratssitzung stellte Thomas Lang vom Trierer Unternehmen BKS Stadtplanung das Projekt und die dazu erhobenen Gutachten im Schnelldurchlauf vor. Die Häuser an der Schodener Straße seien 2,5 bis dreigeschossig und im Wechsel vor- und rückspringend, sagte Lang. Zum Thema Höhen kündigte er an, dass zu jedem Haus ein Schnitt angefertigt werde, in dem das geplante Gebäude dem Bestand gegenüber gestellt würde. Lang erwähnte auch, dass in der derzeitigen Fassung des Bebauungsplans keine Höhenbeschränkungen festgelegt seien.

108 Stellplätze sind laut Planung in der Tiefgarage vorgesehen, rund 60 an den beiden angrenzenden Straßen. Lang führte aus, dass die Richtwerte zum Schallschutz auch mit Gewerbe- und Verkehrslärm eingehalten würden und der Verkehr deutlich wohngebietsverträglich bleibe. Diskutiert wurde anschließend nicht. Einstimmig bei einer Enthaltung beschloss der Stadtrat, dass er die Ergebnisse der Gutachten zustimmend zur Kenntnis nimmt.

Um die 15 Zuhörer waren zur Stadtratssitzung gekommen. In der Bauausschusssitzung waren es rund 40, von denen sich einige kritisch zu Wort gemeldet hatten (der TV berichtete). Die Besucher der Stadtratssitzung debattierten vor der Türe weiter, während drinnen die nicht-öffentliche Sitzung lief. Auf TV-Nachfrage sagte Maaßen am Folgetag: „Wir haben gesehen, dass man auf uns aufmerksam geworden ist. Doch bei uns hat sich nichts geändert: Die Blockbebauung und die Höhe der Gebäude sind für uns nicht akzeptabel. Die Anlage passt nicht an diese Ecke.“ Er dränge weiter darauf, dass der gesamte Stadtrat zu einem Vor-Ort-Termin vorbeikomme, den Dixius vor der Sitzung als zu kurzfristig abgelehnte habe. Er warte gespannt auf Änderungen.