Sachlich statt emotional

Nun rollt sie also Richtung Saarburg, die von einem Teil der Bevölkerung herbeigesehnte, von manchen verschmähte Spezies der Wohnmobilisten. Ganz nach dem Sprichwort "Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte" wird nun möglicherweise Saarburg die Nase vorn haben beim Thema "Wohnmobilstellplatz an der Saar".

Wenn, ja wenn sich nicht in Saarburg ein ähnliches Debakel wie in den Nachbargemeinden abspielt. Schließlich ist nach den zum Teil lautstarken Anwohnerprotesten in Biebelhausen und Kanzem derzeit noch ungewiss, wie sich das Thema dort entwickeln wird. Wünschenswert bei allen drei (potenziellen) Standorten wäre in jedem Fall eine weniger emotional geführte Debatte als sie bisher innerhalb der Bevölkerung zu erleben war. Auch wenn mancher Vorbehalt von seiten der Anwohner nachvollziehbar ist, sollten die Stellplatz-Kritiker sich sachlichen Gegenargumenten öffnen und den Blick über den eigenen Gartenzaun hinaus schweifen lassen. Unbestritten unter Tourismusexperten ist, dass der Wohnmobiltourismus ein Segment mit viel versprechendem Potenzial ist - von dem, so belegen es Untersuchungen, Geschäftsleute, Gastronomie und weitere Einrichtungen durchaus profitieren. Das - wie bislang - an der Saar weitgehend ungenutzt und diese Touristen auch weiterhin an die Mosel abwandern zu lassen, wäre sicher nicht gerade unter weitsichtigem Handeln zu verbuchen. Bei diesem erneuten Versuch, in der attraktiven Saar-Landschaft einen Platz für die Wohnmobilisten zu finden, sei deshalb allen Beteiligten kühle Köpfe und unverstellte Blicke gewünscht. s.windfuhr@volksfreund.de