Sachstand bei Umstellung auf LED-Technik im Raum Konz Saarburg Hermeskeil

Kostenpflichtiger Inhalt: Umrüstung von Straßenlaternen : Neues Licht erstrahlt in und um Konz, Saarburg und Hermeskeil

Die Städte und Dörfer im Raum Konz, Saarburg, Hochwald rüsten ihre Straßenlaternen um und sparen damit viel Geld und Energie. Eine der drei Verbandsgemeinden ist bereits fertig. In den anderen sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen.

Das Licht auf den Straßen vieler Dörfer und Städte ist anders als früher. Das liegt daran, dass die Kommunen nach und nach ihre klassischen Straßenlaternen gegen LED-Leuchten austauschen. Dadurch verändert sich nicht nur die Farbtemperatur der Lampen, sondern es verringert sich auch der Stromverbrauch. Das wollen alle drei Verbandsgemeinden (VG) im Raum Konz, Saarburg und Hochwald für sich nutzen. Bei der Installation der neuen Technik hat die VG Konz knapp die Nase vorn.

Verbandsgemeinde Konz Die Konzer Verwaltung vermeldet, dass das Energieunternehmen Innogy die 2017 im Auftrag der Kommunen begonnene Umrüstung der Straßenlaternen in den Dörfern der Verbandsgemeinde und in der Stadt Konz abgeschlossen habe. Insgesamt hätten die Dienstleister des Unternehmens in etwa zweieinhalb Jahren laut Verwaltung 3036 der derzeit 5057 Leuchten im Rahmen eines Straßenbeleuchtungsvertrages ausgetauscht und energieeffiziente LED-Lampen eingebaut. Damit wurde die Umstellung ein Jahr früher abgeschlossen als geplant. Verwaltungssprecher Michael Naunheim begründet das damit, dass die benötigten Beschlüsse in den Gemeinden sehr schnell gefasst worden seien.

Bürgermeister Joachim Weber sagte vor kurzem anlässlich eines Termins mit den Ortsbürgermeistern aus der VG und Vertretern des Energiekonzerns: „Die Umrüstung von mehr als 3000 Straßenleuchten in der Region auf LED-Technik ist ein großer Erfolg für die Umwelt und entlastet zudem den kommunalen Haushalt.“ Die LED-Lampen verbrauchten dank geringerer Wattzahl deutlich weniger Energie. So werde dank der Umrüstung in der VG Konz der jährliche Ausstoß von rund 296 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases C02 vermieden. Diese Menge werde zum Beispiel durch die Verbrennung von mehr als 111 500 Litern Diesel oder rund 124 800 Litern Benzin produziert.

Die Umrüstung bringt eine Gesamteinsparung von 600 000 Kilowattstunden Strom mit sich. Finanziell sparen alle Orte zusammen laut VG-Verwaltung durch die Umrüstung jährlich etwa 120 000 Euro an Betriebskosten ein. An Kosten stehen dem 751 530 Euro gegenüber (411 570 Euro in der Stadt; 339 960 Euro in den Dörfern der VG). Diese sind laut Verwaltung durch die Einsparung in fünf bis sechs Jahren refinanziert.

Verbandsgemeinde Saarburg-Kell Nathalie Hartl, Pressesprecherin der VG Saarburg-Kell, sagt auf Anfrage: „Es wurde bereits in fast allen Ortsgemeinden auf LED-Technik umgerüstet.“ In Irsch sollen die Straßenlaternen im Frühjahr 2020 umgerüstet werden, für Serrig gebe es noch keinen Auftrag. „In der Stadt Saarburg wurden bereits 40 Prozent der Straßenlaternen umgerüstet, 2020 soll die Umstellung abgeschlossen sein“, teilt Hartl weiter mit. Zwei Ortsgemeinden verzichteten auf die Umstellung. Für Heddert und Vierherrenborn sei eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung derzeit nicht geplant.

Zum Einsparpotenzial äußert sich die Sprecherin der Verwaltung ebenfalls: Dies hänge grundsätzlich von der Zahl der Leuchten ab. In der Stadt Saarburg könnten demnach zum Beispiel schätzungsweise 53 660 Euro (brutto) pro Jahr eingespart werden, in der Ortsgemeinde Kell am See 13 347 Euro, in Wincheringen 9553 Euro und in Zerf 5913 Euro.  „Es wird damit gerechnet, dass durch die Umrüstung in der gesamten VG jährlich mehr als 130 000 Euro (brutto) gespart werden können.“

Verbandsgemeinde Hermeskeil In der VG Hermeskeil haben bis auf drei Ortsgemeinden schon alle die Umstellung auf LED-Technik in Kooperation mit Innogy vollzogen. Nur Bescheid, Geisfeld und Hinzert-Pölert seien noch nicht so weit, heißt es auf TV-Anfrage. Der Geisfelder Ortsgemeinderat hat aber laut VG-Büroleiter Werner Haubrich in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss gefasst. In einer früheren Sitzung am Anfang des Umrüstungsprozesses habe die Gemeinde die Umstellung noch abgelehnt. Laut Haubrich hat sich das Angebot zum damaligen Zeitpunkt nicht gerechnet. In Pölert sind viele Lampen mit LED-Technik ausgestattet worden – allerdings ohne die tatkräftige Hilfe eines Unternehmens. Ein RWE-Mitarbeiter aus dem Gemeinderat habe dafür gesorgt, dass die Leuchten ausgetauscht worden seien. Laut Haubrich sollen aber auch die restlichen Straßenlaternen in den Dörfern der Verbandsgemeinde bis spätestens 2020 umgerüstet sein.

Ein Rechenbeispiel für die Vorteile der Umstellung auf LED-Technik liefert eine Sitzungsvorlage für den Stadtrat Hermeskeil vom Oktober 2018, die laut VG-Verwaltung weiterhin gültig ist: „Vorgesehen ist die Umrüstung von 485 der insgesamt 1052 Leuchten“, heißt es darin. Die Kosten beliefen sich auf rund 196 800 Euro. Innogy gehe davon aus, dass sich nach der Umrüstung die jährlichen Stromkosten um etwa 32 000 Euro verringern. Damit würde sich die Investition in der Stadt Hermeskeil – wie auch in den anderen Dörfern und Städten im Raum Konz, Saarburg und Hochwald – etwa sechs Jahre nach Inbetriebnahme der neuen Leuchten rechnen und positiv auf die künftigen Gemeindehaushalte auswirken.