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Sammeln für Flutopfer

KONZ/SCHWEICH. (kpj) Die Spendenbereitschaft für die Flutopfer in Südasien ist in der Region Trier ungebrochen. Am "Tag für Südasien", den das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bundesweit ausgerufen hatte, sammelten rund 100 freiwillige Helfer fleißig Spenden.

23 Millionen Euro sind bisher auf dem Spendenkonto des DRK eingegangen. Den Bedarf an Spendengeldern für das Engagement der Hilfsorganisation in der Katastrophenregion wird auf mehr als 50 Millionen Euro geschätzt. Bundesweit hatte das DRK daher zum "Tag für Südasien" aufgerufen. Über 200 Verbände beteiligten sich an der Aktion. Auch der DRK-Kreisverband Trier-Saarburg und die Ortsvereine Konz, Schweich und Saarburg machten mit. Rund 100 freiwillige Helfer - darunter viele Jugendrotkreuzler - standen mit ihren Spendenbüchsen den ganzen Tag vor Einkaufszentren, Supermärkten und in Stadtzentren - und das bei teilweise eiskalten Sturmböen und strömendem Regen. "Eine tolle Aktion", lobte der DRK-Kreisvorsitzende Richard Groß bei der Eröffnung der Veranstaltung in Kenn. Groß: "Das DRK braucht jetzt dringend Geld, um den Menschen in den Flutgebieten zu helfen und zum Wiederaufbau beizutragen." Groß betonte, dass das Geld ausschließlich für die Hilfsmaßnahmen des DRK in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen verwendet werde. So haben DRK-Teams in Phuket bisher mehr als 1000 deutsche Urlauber medizinisch und psychologisch betreut und bauen in Indonesien, Myanmar, Sri Lanka und auf den Malediven mobile Gesundheitsstationen, Krankenhäuser und Wasseraufbereitungsanlagen auf. Am "Tag für Südasien" startete der fünfte DRK-Hilfsflug mit Bettlaken, Planen und Wasserkanistern in die Katastrophenregion. Jede große und kleine Spende sei willkommen, sagte Groß. 4134,37 Euro steckte der Vorsitzende des Sportvereins Fell, Dieter Kronz, in die Spendenbüchsen. Die Sportler hatten das Geld bei einer Haussammlung an einem Abend zusammengetragen. Michelle und Judin Dobrwski hatten in Schweich-Issel 1437 Euro gesammelt, die sie auch an die DRK-Spendensammler weitergaben. "Beim DRK weiß man, dass es ankommt", war von vielen Passanten zu hören. Am Ende vermeldete die Kreisgeschäftsstelle das stolze Sammelergebnis von 14 808 Euro. Bundesweit ruft das DRK auch weiterhin zum Spenden für die Flutopfer auf (Konto 414141 bei der Bank für Sozialwirtschaft in Köln, Bankleitzahl 370 205 00). Um das Spenden noch einfacher zu machen, hat das DRK die Aktion "Südasien soll leben" gestartet. Mit einem einzigen Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom unter der Sondertelefonnummer 0900/111 3355 werden automatisch fünf Euro für die Flutopferhilfe abgebucht. Darüber hinaus kann nach wie vor die DRK Spendenhotline 01805/414004 angerufen werden.