Sanierung der Könener Kita: Im Frühjahr rollen endlich die Bagger

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Der Umbau und die Erweiterung der Kita St. Amandus in Konz-Könen verzögert sich. Nun hat der Bauausschuss der Stadt Bauaufträge vergeben. Dabei gibt es zwei Ausreißer.

Nach komplizierten Planungen soll es im Frühjahr mit der Sanierung und Erweiterung der Kita St. Amandus in Konz-Könen losgehen. Das ist laut Michael Naunheim, Pressesprecher der Stadt Konz, vier Wochen später als geplant. Aufgrund der erforderlichen, europaweiten Architektenausschreibung habe ein Wechsel des Architektenbüros stattgefunden, erklärt Naunheim. Dadurch sei die Ausführungsplanung aufwändiger als geplant gewesen. Der Bauausschuss der Stadt hat nun die Gewerke für Abbrucharbeiten, Erd-, Mauer- und Betonarbeiten, sowie die Dachabdichtungen vergeben. Die Erd-, Mauer- und Betonarbeiten gehen für 463 576 Euro an die Firma Rauenbau in Salmtal.

Es folgten zwei Überraschungen für den Bauausschuss: Für die Abbrucharbeiten will die Firma Ellert aus Trier nur 56 400 Euro haben. Von den Planern vorausberechnet waren 110 000 Euro. „Wir haben die Firma überprüft. Es gibt keine Beanstandungen“, beruhigt Bürgermeister Joachim Weber.

Mehr als 25 Prozent teurer als geschätzt ist hingegen der günstigste Anbieter für die Dachabdichtung, 359 000 Euro statt 287 000 Euro. „Wegen dieser Überschreitung müssen wir diese Arbeiten nochmals ausschreiben“, erklärt der Stadtchef. Für die Maler- und Elektroarbeiten stehen die Submissionsergebnisse erst Anfang Januar fest. Sie dürfen 23 000 Euro, beziehungsweise 39 000 Euro kosten. Der Bürgermeister wurde vom Bauausschuss ermächtigt, die Aufträge an die günstigsten Firmen zu vergeben. „Sobald ich die Aufträge unterschrieben habe und die Witterung es zulässt, können die Firmen loslegen“, verspricht Weber.

Die Verwaltung geht von einer zweijährigen Bauphase aus mit einem Kostenvolumen von 3,35 Millionen Euro. Danach ist Platz für 145 Kinder und eine integrative Gruppe der Lebenshilfe mit zehn Kindern. Während der Bauzeit können die Kinder in den Containern direkt gegenüber betreut werden.

Notwendig wird die Erweiterung durch viele junge Familien, die beispielsweise ins Neubaugebiet Pferdsgarten mit 88 Baugrundstücken gezogen sind. Im Ort haben Investoren Mehrfamilienhäuser gebaut. Was die Situation in der Kita St. Amandus noch dringender macht, ist der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung laut dem neuen Gute-Kita-Gesetz der Bundesregierung.

Am kommenden Dienstag, 17. Dezember, treffen sich laut Naunheim der Ortsvorsteher, Vertreter der KitagGmbH, der Architekt, ein Vertreter des Ingenieurbüros für technische Gebäudeausrüstung, der Konzer Bürgermeister, der Beigeordnete, Vertreter des Elternbeirats, die Standortleitung der KiTa Könen und Vertreter des Gebäudemanagements, um den genauen Ablauf der Sanierung und Erweiterung der Kita zu besprechen.