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Sanierung des Bürgerhauses kann beginnen

Geisfeld. Für deutlich weniger Geld als ursprünglich geplant wird das Geisfelder Bürgerhaus saniert. Die Gemeinde verzichtet auf zwei einzelne Vorhaben, die sich finanziell nicht gerechnet hätten. Ursula Schmieder

Geisfeld. Die Dämmung des Speicherbodens ist ebenso vom Tisch wie eine Photovoltaikanlage für das Dach des Geisfelder Bürgerhauses. Es rechne sich nicht, eine solche Anlage zu installieren, erklärt Ortsbürgermeister Theo Palm. Die Neigung der Dachflächen sei ungünstig, um ausreichend Sonnenenergie speichern zu können.
Unerwartet hohe Kosten verhindern zudem die Dämmung der Zwischendecke zum Dachspeicher. Rund 25 700 Euro hätte das die Gemeinde laut dem einzigen Anbieter gekostet. Das Missverhältnis machen die im Vergleich deutlich günstigeren neuen Kunststofffenster deutlich. Die 20 Fenster für die Rückfront des Gebäudes gibt es für 28 600 Euro. Sie sind in einem warmen Gelb bestellt, dem gleichen Farbton wie die bereits ersetzten Fenster der Vorderfront.
Der teuerste Einzelposten der in wenigen Wochen anlaufenden Sanierungsarbeiten ist die neue Dacheindeckung. Der Ortsgemeinderat hat sich für den in der Region typischen Naturschiefer entschieden. Der Preis dafür liegt mit knapp 45 000 Euro nur etwa 2000 Euro über dem der günstigeren Variante in Alu. Sobald die groben Arbeiten abgeschlossen sind, wird das Bürgerhaus, die ehemalige Dorfschule, für rund 15 500 Euro außen frisch gestrichen. Alles in allem investiert die Gemeinde - einschließlich 6550 Euro für das benötigte Gerüst - rund 100 000 Euro. Nicht eingerechnet dabei sind laut Palm an den Außenanlagen erforderliche Arbeiten sowie die Architektenkosten. Letztlich werden daher wohl 150 000 bis 160 000 Euro ins Bürgerhaus fließen. Das ist deutlich weniger als die ursprünglich kalkulierten rund 200 000 Euro.
Parallel zu der seit Jahren drängenden Bürgerhausrenovierung macht das kleine Baugebiet "Im Reisberg" Fortschritte. Die Chance, dort vier Bauparzellen zu erschließen, hatte sich zufällig ergeben. Für eine sanierungsbedürftige Straße am Ortsrand hatte die Gemeinde ohnehin Gartengrundstücke kaufen müssen, die nun in Bauland umgewandelt werden. Etwas tun wird sich zudem an der Grillhütte. Nachdem sie vor wenigen Monaten ein neues Dach und neue Toiletten erhalten hat, soll sie nun innen rustikal ausgestattet werden. Außerdem werden um die Hütte Stellplätze für Fahrzeuge angelegt. Palm hofft für die anstehenden Arbeiten wieder auf viele ehrenamtliche Helfer.