Sattelfest auf dem Jakobsweg

30 Pferdebegeisterte sind in Konz-Könen zu einem Ritt nach Metz aufgebrochen. Die Teilstrecke des Jakobsweges führt sie mit viel Kultur und Geschichte durch drei Länder.

Konz-Könen. (ste) Hape Kerkeling hat den Jakobsweg nach Santiago de Compostela zum Trend gemacht, etliche Pilger sind ihm seitdem gefolgt. So jetzt auch 30 Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland, Luxemburg und der Schweiz.

Sie starteten am Donnerstag beim Reitverein St. Georg in Könen zu einer viertägigen Reise auf einer Teilstrecke des Jakobsweges. Ziel war Metz: Dabei reisen die Reiter etwa 30 Kilometer am Tag mit einem Zeitaufwand von fünf Stunden. Um geeignete Hotels zu finden, bei denen auch die Pferde untergebracht werden können, ist Wanderrittführerin Sabine Zuckmantel zuvor den Weg abgefahren - wenn auch manche der Reitwege selbst nicht befahrbar sind.

"Ich finde, es ist eine interessante Verbindung zwischen gestern und heute", so Zuckmantel. Für sie sei ein Ritt in der Natur in dem von Schnelligkeit geprägten Alltag zum Luxus geworden. Damit auch alle Reiter auf die Reise vorbereitet sind, gab es im vergangenen halben Jahr für sie ein Konditionstraining, das auch den Pferden helfen sollte, sich dem Gelände später besser anpassen zu können. Für viele der Reiter war Zuckmantels Organisation der Reise ein Kriterium: "Weil wir aus Luxemburg kommen, war es uns beim ersten Ritt auch wichtig, nicht ganz so weit von zuhause wegzukommen", sagte Nathalie Neubert.

Nachdem sie am Donnerstag beim Reitverein in Könen an den Koppeln eingecheckt hatten, um Ritttauglichkeit und Trainingszustand zu überprüfen, reisten sie danach über Merzkirchen, Schengen und Homburg-Bédange nach Metz. Für Christoph Kuesnner aus Sankt Augustin, der schon häufiger an solchen Ritten teilgenommen hat, lag der Anreiz auch darin, eine neue Gegend und neue Menschen kennenzulernen.