Schade, aber verständlich

Es hätte so schön sein können: Mitten im Ortskern und in einem dorfbildprägenden Gebäude hätte sich in der alten Scheune des Landgasthofs Kopp ein lebendiger Treffpunkt für alle Henterner entwickeln können, der dem einzigen Ort in der Verbandsgemeinde Kell am See ohne eigenes Bürgerhaus gut zu Gesicht gestanden hätte.

Insbesondere aus Sicht der Gemeinde wäre das angedachte Gemeinschaftswerk eine prima Sache gewesen. Ein Mal 85 000 Euro an Eigenmitteln investieren und dann für 30 Jahre einen Bürgersaal nutzen, ohne künftig Unterhaltungskosten zahlen zu müssen - solche günstigen Rahmenbedingungen würden sich viele Kommunen sehnlichst wünschen. Dass das Projekt nun begraben werden muss und sich die damit verbundenen Hoffnungen auf einen neuen Schub für das Dorfleben zerschlagen, ist schade. Anders als eine Kommune hat ein privater Investor aber kein Fangnetz, wenn er sich finanziell zu übernehmen droht. Insofern muss man für die unternehmerische Entscheidung von Marlies Kopp-Scherer, so bedauerlich dieser Rückzieher auch ist, volles Verständnis haben. a.munsteiner@volksfreund.de