Schiefer schafft Schwierigkeiten

Viel Raum hat das Neubaugebiet Höthkopf-Stückelgrube in Pellingen in der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats eingenommen: Schieferplatten im Untergrund haben die Planer beschäftigt.

Pellingen. Einmal mehr stand im Pellinger Ortsgemeinderat die Erschließung des Baugebiets Höthkopf-Stückelgrube auf der Agenda. Beim Ausschachten habe sich gezeigt, dass der Schiefer an einigen Stellen in die falsche Richtung zeige, berichtete Ortsbürgermeister Dieter Hennen (FWG). Um der Gefahr von Abrutschungen vorzugreifen, habe man im Bereich einiger Baugrundstücke Abtragungen vornehmen müssen. Wie Thomas Lang (Büro BKS) darstellte, wird es nun anders als ursprünglich geplant für drei der betroffenen Parzellen eine Zuwegung über einen Wirtschaftsweg geben. "In dieser Deutlichkeit nicht bekannt gewesen"

Man sei zuvor davon ausgegangen, dass die Bauherren sich selbst die Plateaus erstellen, nun sei dies von der Gemeinde übernommen worden, sagte Lang. Ein Grund laut Lang: bessere Vermarktbarkeit.Horst Hoffmann (CDU) erklärte, diese Änderungen seien dem Rat "in dieser Deutlichkeit nicht bekannt" gewesen. Volker Reinhard (CDU) erklärte, die Abtragung des Schiefers habe lediglich aus statischen Gründen stattgefunden. Größe der Platten erst nach Rutsch deutlich

Im Zusammenhang mit der Erschließung ist auch über die Zufahrt zu dem Baugebiet gesprochen worden. Nachdem laut Hennen ein Kreisel abgelehnt worden war, hätte nur noch ein längerer Schlenker zum Gebiet hin eine Lösung darstellen können. Diese wäre allerdings deutlich teurer geworden als die aktuelle Lösung: 40 Meter lang darf die Zufahrt lediglich eine maximale Steigung von 2,5 Prozent haben. Für den weiteren Verlauf der Zuwegung hatte man sich zunächst auf eine Steigung um zehn Prozent verständigt. Im Rahmen der Arbeiten des Vorstufenausbaus hat man sich dann auf eine Steigung von zwölf Prozent geeinigt, wie auch Patrick Hausen vom Büro HSI erläuterte. Über die Änderungen hat laut Lang beispielsweise ein Termin mit der Verwaltung stattgefunden. Das bestätigte auch Hennen. Trotz der Bodengutachten sei diese Entwicklung nicht vorhersehbar gewesen. Bei solchen Gutachten würden immer nur Stichproben gemacht. Dazu erklärte Hausen: Ein Bodengutachten reiche immer nur bis zum Gestein, nicht hinein. Nach ersten Rutschungen habe man erst gesehen, wie groß die Schieferplatten tatsächlich seien, erklärte Hausen. Hoffmann sagte, dass man sich zusammen bereits viel Arbeit gemacht habe. "Jetzt müssen wir nach vorne schauen." Der Gemeinde entstünden durch diese Angelegenheit keine weiteren Planungskosten, erklärte Lang. Eine Verzögerung der Arbeiten hat es laut Hennen nicht gegeben. Wie Hausen erklärte, ist mit einem Ende des Vorstufenausbaus etwa in der 50. Kalenderwoche zu rechnen. Ab Dezember kann der Verkauf der Grundstücke durch die Gemeinde erfolgen (weiterer Bericht folgt).