Schikanen sollen Tempo drosseln

KONZ-KÖNEN. (LH) Erneut beschäftigte sich der Ortsbeirat Konz-Könen mit Fragen des Straßenverkehrs. Das Hauptproblem bleibt zwar die B-51-Ortsdurchfahrt – doch auch auf der Brunnenstraße wird zu schnell gefahren. Probeweise sollen daher weitere Schikanen eingebaut werden.

Das gibt es nicht alle Tage, dass mehr Zuhörer (25) als Ortsbeiratsmitglieder (zehn) zur Sitzung erscheinen. Doch bei der jüngsten Zusammenkunft im Gasthaus Sturm war dies der Fall. Das Hauptinteresse der Besucher galt dem Tagesordnungspunkt "Verkehrsbelastung Brunnenstraße". Die besagte Straße führt vom Ortskern zum Industriegebiet und leidet seit ihrem Ausbau unter starker Belastung. Tenor der geplagten Anwohner: "Es würde sich hier gut leben lassen, wenn nur dieser ständige Durchgangsverkehr nicht wäre." Ortsvorsteher Peter Wincheringer wies auf die zahlreichen Bemühungen um eine Verbesserung der Situation hin. So wurden künstliche Einengungen geschaffen und die Straße zur 30-Kilometer-Zone erklärt. Darüber hinaus wurde die Straße für den Schwerlastverkehr gesperrt - Anlieger ausgenommen. Wincheringer: "Leider wird die Tempo-30-Begrenzung in keiner Weise beachtet." Beliebte Abkürzung zum Industriegebiet

Die größte Belastung entstehe übrigens durch ortskundige Fahrer. Sie nutzten die Straße als Abkürzung ins Gewerbegebiet. Laut Bürgermeister Winfried Manns schrecke auch der schlechte Fahrbahnzustand zwischen Ende Ortsbebauung und Anfang Gewerbegebiet die Ortskundigen nicht ab. Wirkliche Verbesserungen brächten nur nachhaltige Kontrollen, bemängelte Manns die geringe Polizeipräsenz. Manns: "Aber wie soll das auch funktionieren, wenn an einem Tag wie heute nur ein arbeitsfähiger Beamter auf der Polizeiwache Dienst tut und alle anderen ,"innendienstkrank‘ geschrieben sind." Aber so sehe halt die "polizeiliche Realität" aus. Einstimmig beschloss der Rat, probeweise vier mobile Schweller (so genannte Schikanen) auf die Fahrbahn aufzubringen. Von dauerhaften Einbauten sollte zunächst noch abgesehen werden. Manns: "Wir wollen schauen, was dabei rauskommt." Andernfalls müssten "noch radikalere Mittel" ins Auge gefasst werden. Auch eine personelle Veränderung stand auf der Tagesordnung dieser Sitzung: Von Bürgermeister Manns per Handschlag als neues Ortsbeiratsmitglied verpflichtet wurde Wolfgang Reinert, der für Albert Fisch nachrückte.