Schillingen will Kindergartengelände pachten

Schillingen will Kindergartengelände pachten

Welche Beträge Schillingen, Lampaden und Heddert beim Umbau des Schillinger Kindergartens St. Albanus übernehmen, steht fest. Das Bistum überlässt den drei Ortsgemeinden das Gebäude, um Kosten zu sparen. Aber auch der Grunderwerb muss geregelt werden. Schillingen will eine Erbpacht.

Schillingen/Lampaden/Heddert. "Die 3000 Quadratmeter Gelände, auf dem unser Kindergarten steht, würden bei einem Ankauf rund 100 000 Euro kosten", hat der Schillinger Ortsbürgermeister Markus Franzen bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates vorgerechnet. Dem Gremium lag ein Entwurf eines Erbpachtvertrages vor. Am 22. August verhandelt die Ortsgemeinde mit Vertretern des Bistums über die Bedingungen des künftigen Grundeigentums.
"Wir wollen eine Erbpacht über 50 Jahre", erklärte Wolfgang Schäfer die Haltung der SPD- Fraktion. 20 Jahre, wie im Entwurf vorgeschlagen, seien einfach zu kurz. Dem stimmte auch die CDU zu. "Die Vorteile der Erbpacht liegen auf der Hand", sagt Ortsbürgermeister Markus Franzen. Einem symbolischen Euro Pacht pro Jahr stehe ein Ankauf gegenüber, den sich die Ortsgemeinde nicht leisten könne.
Wenn die Verhandlungen mit dem Bistum beendet sind, muss der Erbpachtvertrag vom Umbauausschuss gebilligt werden, in dem alle drei beteiligten Gemeinden vertreten sind. Von den 530 000 Euro Umbaukosten übernehmen nach Abzug aller Zuschüsse 89 000 Euro (60 Prozent) Schillingen, 42 000 Euro (28 Prozent) Lampaden und 18 500 Euro (zwölf Prozent) Heddert (der TV berichtete).
Eine Stimmengewichtung nach Bevölkerungsanteil soll der Umbauausschuss mit Vertretern aus allen drei Dörfern bekommen. SPD-Mann Schäfer störte sich an Einsparvorschlägen aus dem Hedderter Rat: "Bauträger ist schließlich die Ortsgemeinde Schillingen." Die Stimmgewichtung nach dem Einwohnerschlüssel sei eine faire Lösung.
So sieht das auch CDU-Sprecher Walter Marx: "Ein Stimmengleichgewicht wäre nicht gut, weil wir doch am meisten zahlen." Diese Gewichtung muss jedoch noch von allen drei Räten beschlossen werden.
Mitglieder im Gremium, das über den Umbau des Kindergartens wacht, werden die drei Ortsbürgermeister, zwei Ratsmitglieder aus Schillingen und je eines aus Lampaden und Heddert sein.
Markus Franzen sieht keine Probleme mit diesem Gremium auf die Gemeinde zukommen: "Ich glaube nicht, dass sich der Ausschuss aufreibt." Die Beschlüsse seien doch zum Wohle der Kinder aus allen drei Gemeinden.
Erst im nächsten Jahr ist mit dem Beginn der Umbauarbeiten zu rechnen. Bis dahin spielen die kleinen Nutzer schon mal mit Plastikbaggern und -lastwagen Baustelle.