Schlägerei in Kell: Schuldfrage unklar

Schlägerei in Kell: Schuldfrage unklar

KELL AM SEE. (ax) Weiterhin unklar ist die Frage, wer im Anschluss an die Prunksitzung des Karnevalclubs "Callida" in der Nacht zum Sonntag eine Massen-Schlägerei provoziert hat (der TV berichtete).

Als gegen 2.30 Uhr die Polizei eintraf, hatten dort nach Angaben der Beamten bis zu 20 Personen die Fäuste fliegen lassen, wobei ein Kampfhahn bei dem Handgemenge schwer verletzt wurde. Er erlitt nach TV-Informationen beim Sturz auf den Asphaltboden einen Schädelbruch. Auslöser der Schlägerei, in die vornehmlich Jugendliche verwickelt gewesen sein sollen, waren vermutlich private Streitigkeiten. Seine Männer wären am Tatort damit beschäftigt gewesen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, die Personalien der Beteiligten aufzunehmen und Zeugen zu befragen, sagte Siegfried Agostini, Leiter der Polizei-Inspektion, auf TV-Anfrage. "Wir stehen in dieser Sache aber noch am Anfang der Ermittlungen und müssen noch eine Menge Vernehmungen machen, um die Schuldfrage zu klären", so Agostini. Beim Keller Karnevalsclub ist die Betroffenheit über die Vorfälle groß. "Es ist traurig, dass so etwas passiert ist und diese Sache ein negatives Licht auf unsere Veranstaltung wirft", sagte der Vorsitzende Norbert Stüber gestern dem TV. Der Verein habe keinen Einfluss darauf, was sich nach Abschluss der Prunksitzung außerhalb der Halle abspiele, betonte Stüber. Wert legt der Callida-Chef auf die Feststellung, dass solche gewalttätigen Exzesse bisher noch nie das närrische Treiben des Klubs überschattet haben. Und: "Wer unsere Fastnachts-Veranstaltung besucht, muss auch zukünftig nicht befürchten, dass er sich in Gefahr begibt", so Stüber.

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