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Schlaglochpiste ins Saarland schnell saniert

Schlaglochpiste ins Saarland schnell saniert

WALDWEILER/ZERF. Das ging erfreulich schnell: Im Hochwald wurden in den vergangenen Wochen zwei wichtige Straßen ins Saarland wieder auf Vordermann gebracht. Für insgesamt 1,26 Millionen Euro erhielten die K 69 nach Weiskirchen und die B 268 nach Losheim eine neue Fahrbahndecke.

Die Sanierung von maroden Straßen ist häufig eine schwierige Sache: Der Bedarf wird zwar oft schon frühzeitig erkannt. Doch weil nicht genug Geld da ist und anderen Projekten in den diversen Ausbauprogrammen von Bund, Ländern oder den Kreisen eine noch höhere Priorität eingeräumt wird, kann zuweilen viel Zeit ins Land gehen, bis endlich die Bagger rollen. Haben die Arbeiten dann begonnen, dauern sie zum Leidwesen der Autofahrer nicht selten länger als geplant.Kürzeste und schnellste Verbindung

Es geht aber auch anders, erfreulicherweise: Bestes Beispiel dafür ist der Ausbau der K 69 von Waldweiler nach Weiskirchen. Für den Keller Raum ist sie die kürzeste und schnellste Verbindung ins Saarland, umgekehrt nutzen sie viele Pendler als Haupt-Zufahrt zum Bilstein-Werk in Mandern. Die einstige Schlaglochpiste wurde jetzt innerhalb von nur drei Wochen wieder auf Vordermann gebracht und neu asphaltiert. Lediglich die Markierungsstreifen fehlen noch. Das Bemerkenswerte: Ursprünglich hätte die Straße bis zum 15. Dezember gesperrt bleiben sollen. "Das ging wirklich fix", kommentiert Thomas Müller, Pressesprecher des Kreises, das rasche Tempo der Baufirma. Diese habe unmittelbar nach der Auftragsvergabe mit den Arbeiten begonnen und in der Folge vom "enormen Wetterglück" profitiert, so Müller weiter. Auf der 3,6 Kilometer langen Strecke bis zur Landesgrenze wurde nach Information von Arnold Eiden ein so genannter Bestandsausbau vorgenommen. Will heißen: "Die Strecke wurde nicht verbreitert, sondern wir haben auf der vorhandenen Fahrbahn gebaut, Tragschicht und Decke erneuert und die Bankette angeglichen", sagt der Leiter der Straßenmeisterei Hermeskeil. "Das hat hervorragend funktioniert", lobt auch Werner Angsten auf TV-Anfrage das "gute Zusammenspiel aller Kräfte". Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kell am See hatte in der Vergangenheit mehrfach gemahnt, dass auf der K 69 rasches Handeln Not tue und zählte zu jenen, für die die Sanierung der Straße fast schon eine Frage der Ehre war. Immerhin hatten die saarländischen Nachbarn die Straße zwischen Weiskirchen und der Grenze bereits im Vorjahr erneuert, während die Autofahrer auf rheinland-pfälzischer Seite bislang über einen argen Flickenteppich holpern mussten. "Die Hochwälder haben gerade deshalb für den schnellen Ausbau dieser Straße energisch plädiert", betont Kreissprecher Müller. Ursprünglich war dieser Ausbau im mittelfristigen Programm des Kreises zwar erst für die Jahre 2008/09 vorgesehen. "Es hat sich aber herausgestellt, dass im aktuellen Kreisstraßen-Bauprogramm bei insgesamt fünf Maßnahmen die im Haushaltsplan 2005 veranschlagten Mittel nicht in voller Höhe ausgegeben wurden", so Müller. Nachdem das Land signalisiert hatte, dass es ein Ersatz-Projekt zusätzlich fördern würde, habe sich der Kreisausschuss wegen des schlechten Straßenzustands auf den Bestandsausbau der K 69 verständigt. Die Kosten dafür beziffert Müller auf 500 000 Euro, wobei beim Land ein Zuschuss in Höhe von 70 Prozent beantragt wurde. Auch auf einer zweiten, noch wichtigeren Straßenverbindung ins Saarland wird es in Zukunft besser rollen. Am gestrigen Freitag wurden - ebenfalls mit Ausnahme der fehlenden Markierungsstreifen - die Bauarbeiten auf der B 268 zwischen Oberzerf und Losheim-Britten abgeschlossen. Auf der sechs Kilometer langen Strecke zur Landesgrenze, auf der laut Eiden täglich rund 3000 Fahrzeuge unterwegs sind, wurde für 760 000 Euro die Fahrbahndecke erneuert.