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Schlaglöcher sollen bald gestopft werden

Schlaglöcher sollen bald gestopft werden

Anlieger der Lampadener Kapellenstraße haben sich über den geplanten Ausbau informiert. Sie hatten einige Anregungen.

Lampaden Wer von der Lampadener Ortsdurchfahrt in die Kapellenstraße einbiegt, der rumpelt mit dem Auto gleich durchs erste Schlagloch. Auch im weiteren Verlauf der Straße, die über einen Seitenarm zur Trierer Straße führt, wird der Zustand der Asphaltdecke nicht besser. Das beweisen auch die Fotos, die Planer Edgar Mohsmann vom Büro Paulus & Partner bei der Anliegerversammlung im Bürgerhaus zeigte. "Der Asphalt ist brüchig, viele Rinnsteine sind kaputt."
Schon 2011 wurde das Büro beauftragt, den Ausbau zu planen. Weil eine Förderung mehrmals abgelehnt wurde, hat die Ortsgemeinde das Projekt vertagt. Laut Ortsbürgermeister Martin Marx gibt es nun aber die Zusage für einen Zuschuss in Höhe von 24 000 Euro aus dem Investitionsstock. Nach sechs Jahren wolle man die Anlieger aber noch einmal über die Pläne informieren, sagte Marx. Dazu kamen rund 25 Zuhörer ins Bürgerhaus.
Laut Planer wird die Straße im oberen Abschnitt von der Bergstraße aus in 4,60 Meter Breite ausgebaut. Kanal und Leitungen in dem Bereich werden erneuert, wie VG-Werkleiter Jörg Jost bestätigte. Der Seitenarm in Richtung Trierer Straße wird künftig 3,10 Meter breit sein. Dort wird mit Hilfe des Inlinerverfahrens ein neues Rohr in das alte Kanalrohr eingezogen. Ein Problem bei der Entwässerung soll laut Planer behoben werden. Zurzeit läuft überschüssiges Wasser aus dem Hochbehälter durch eine gepflasterte Rinne an der Straße entlang in den Kanal. Das sorgt häufiger für Überschwemmungen. Künftig soll das Wasser über Rohre in den Kanal geführt werden. Eine zusätzliche Rinne, die quer über die Fahrbahn zum Einlaufbauwerk verläuft, soll laut Planung überdeckt und dadurch eben gemacht werden. Dagegen protestierten jedoch viele Anlieger. Ihre Begründung: Die Rinne bremse Raser immerhin ein wenig aus, denen die Kapellenstraße und der daran anschließende Feldweg als Abkürzung zur Kreisstraße dienten. Manche Anwesende forderten weitere Hindernisse, um den Verkehr zu beruhigen. Davon riet der Planer ab: "Vor jedem Hindernis wird gebremst und wieder angefahren. Das hören die Anwohner."
Länger diskutiert wurde, ob an einem Hang im oberen Teil der Straße eine Stützmauer gebaut werden könne. Laut Mohsmann ist das technisch nicht notwendig. Die zusätzlichen Kosten müssten zudem komplett von Gemeinde und Bürgern getragen werden. Die Baukosten schätzte der Planer auf 152 000 Euro. Angesichts der aktuellen Preise ist laut Werkleiter Jost aber auch eine Steigerung von bis zu 30 Prozent möglich, wenn die Firmen ihre tatsächliche Angebote abgeben. Die Satzung in Lampaden regelt, dass 60 Prozent der Kosten auf alle Grundstücksbesitzer im Ort aufgeteilt werden. Die Ortsgemeinde übernimmt laut Michael Stüber von der Keller VG-Verwaltung beim Modell der wiederkehrenden Beiträge 40 Prozent. Wie viel jeder Einzelne zahle, hänge von der Größe seines Grundstücks ab. Das sorgte für heftige Kritik im Saal. Dies bedrohe die Existenz älterer Dorfbewohner mit großen Grundstücken und geringen Renten, sagte Ratsmitglied Doris Kuhn-Bamberg. VG-Mitarbeiter Stüber erklärte, das Beitragsrecht gebe dies so vor. Laut Ortschef Marx will der Gemeinderat die Satzung zu den wiederkehrenden Ausbaubeiträgen demnächst ändern.
Der Gemeinderat beschloss gleich nach der Versammlung, dass die Querrinne im oberen Teil der Kapellenstraße erhalten bleiben soll. Weitere verkehrsberuhigende Elemente wird es aber nicht geben. Ob es möglich ist, ein Teilstück der Straße zur Einbahnstraße zu erklären, damit die Abkürzung zur Kreisstraße versperrt wird, soll später geprüft werden.
Zum Thema Stützmauer gab es einen Kompromiss: Das Böschungsprofil soll im Rahmen des Ausbaus nachgebessert werden, um den Hang zu stabilisieren. Vor der Einmündung zum Dörrebungert wird eine zusätzliche Straßenleuchte aufgestellt.
Laut Stüber gibt es eine mündliche Zusage der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier, dass die Förderung auch bei einem Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2018 nicht gefährdet ist. Das Planungsbüro soll nun die Ausschreibung vorbereiten, die bei günstiger Marktlage erfolgen soll.