Schlechte Aussichten für den Erhalt des Klosters

Schlechte Aussichten für den Erhalt des Klosters

Trotz der Protestaktionen von Bürgern und einer Resolution des Stadtrats (der TV berichtete) gibt es kaum noch Chancen für den Erhalt des Hermeskeiler Franziskanerklosters. Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) informierte den Verbandssgemeinderat am Mittwochabend darüber, dass ihm die Ordensleitung in München - die Deutsche Franziskanerprovinz - einen Antwortbrief geschrieben hatte.

Diese hatte im Mai angekündigt, dass sie im Herbst 2016 das Kloster in der Hochwaldstadt schließen muss. Im Auftrag des VG-Rats hatte auch Hülpes darum gebeten, dass die Ordensleitung diese Entscheidung überdenken oder die Schließung zumindest verschieben sollte. Die Rückmeldung aus München sei jedoch ernüchternd gewesen. "Mir wurde mitgeteilt, dass dies wohl nicht möglich sein wird", sagte Hülpes. Die Ordensleitung habe zwar betont, dass ihr Beschluss sich nicht gegen Hermeskeil richte, sie aber zu diesem Schritt aus den schon früher genannten Gründen - vor allem die ständig sinkende Zahl an Franziskanerbrüdern - gezwungen sei.
Im Hermeskeil sind seit 1923 Franziskaner ansässig. Zurzeit leben im Kloster noch die vier Brüder Lutwin, Christoph, Ulrich und Joachim. Außer in Hermeskeil gibt es in Rheinland-Pfalz und im Saarland kein anderes Franziskanerkloster mehr. ax