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Schlussrunde bei der Johanneshaus-Sanierung

Schlussrunde bei der Johanneshaus-Sanierung

Die insgesamt 500 000 Euro teure Renovierung des Hermeskeiler Mehrgenerationenhauses Johanneshaus neigt sich dem Ende entgegen. Mit der Modernisierung des großen Saals ist im Pfarrheim der dritte und letzte Bauabschnitt angelaufen. Der wichtige Veranstaltungsraum bleibt bis September geschlossen. Auch in Damflos und Beuren werden in naher Zukunft Kirchengebäude saniert.

 Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (rechts) hat das Mehrgenerationenhaus in Hermeskeil 2008 eröffnet. TV-Foto: Archiv/Axel Munsteiner
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (rechts) hat das Mehrgenerationenhaus in Hermeskeil 2008 eröffnet. TV-Foto: Archiv/Axel Munsteiner

Hermeskeil. Er ist Schauplatz von etlichen Kulturveranstaltungen oder Vereinsfeiern und im privaten Bereich unter anderem Treffpunkt für die Trauergemeinden nach großen Beerdigungen. Die Rede ist vom großen Saal des Hermeskeiler Johanneshauses mit seinen knapp 300 Sitzplätzen. Das Pfarrheim der katholischen Kirche ist einer der wichtigsten Veranstaltungsräume in der Stadt. Außerdem hat das Johanneshaus seit Sommer 2008 eine neue Bedeutung. Es ist neben der Alten Glockengießerei in Saarburg eins der zwei Mehrgenerationenhäuser (MGH) im Kreis Trier-Saarburg, deren Betrieb durch ein spezielles Programm des Bundesfamilienministeriums gefördert wird. Unter dem Dach des Johanneshauses werden vom Krabbelclub bis zum Kino für Senioren Angebote für alle Altersgruppen gemacht. Hilfsbedürftige Menschen können dort unter anderem zur Lebens- oder Schuldnerberatung gehen. Das Johanneshaus ist Sitz der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) mit ihren Kursen und beherbergt unter anderem die Büroräume der Kita GmbH.
Um das MGH Johanneshaus auf einen modernen Stand zu bringen, steht seit 2008 bei laufendem Betrieb eine in drei Abschnitte gegliederte Generalsanierung des 1967 erbauten Gebäudes an. "Insgesamt kostet das rund 500 000 Euro. Davon übernimmt das Bistum 60 Prozent. Der Rest wird durch Zuschüsse von Stadt und Verbandsgemeinde sowie vom Kreis und vom Land finanziert", sagt Pastor Clemens Grünebach. In den ersten beiden bereits abgeschlossenen Abschnitten wurden zunächst die Dächer und die Außenisolierung neu gemacht und dann der Hochbau des Johanneshauses saniert.
In den nächsten Tagen werden sich die Arbeiter im großen Saal ans Werk machen. Dort wird unter anderem eine neue Lüftungsanlage eingebaut und ein neuer Parkettboden verlegt. Das Foyer wird umgestaltet, und es entsteht ein zusätzlicher Raum. Renoviert werden zudem die Toiletten und der kleinere Kolpingsaal (60 Sitzplätze). Grünebach schätzt, dass allein für die Arbeiten in diesem Abschnitt mit Investitionsaufwand von rund 140 000 Euro zu Buche schlagen.
"Ein wenig Zeitdruck haben wir schon, weil wir den großen Saal schließen müssen und nicht mehr vermieten können", sagt Grünebach.
Ende September soll der große Johanneshaussaal fertig renoviert sein, so dass ihn Vereine und Privatleute ab dann wieder nutzen können. Am 5. November plant die Pfarrei Hermeskeil schließlich mit einem großen Tag der offenen Tür die offizielle Feier zum Abschluss der Generalsanierung.
Das Johanneshaus ist jedoch nicht die einzige kirchliche Immobilie, in der in nächster Zeit im Bereich der großen Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil-Beuren - sie deckt mit Grünebach als einzigem Pastor das gesamte Verbandsgemeindegebiet mit Ausnahme von Reinsfeld ab - Renovierungsarbeiten anstehen.
In Damflos wird in den nächsten Wochen für rund 22 000 Euro der Altarraum in der Kirche umgestaltet. In Beuren soll Anfang 2012 die aufwendige Sanierung des Kirchturms beginnen, die knapp 200 000 Euro kosten wird (siehe Extra). Die katholische Kirchein Damflos wurde 1858 erbaut und hat Johannes den Täufer als Patron. Sie hat einen Sandstein-Altar, der Anfang der 1970er Jahre nach der damaligen Mode mit Teppichfilz zugeklebt wurde. Nun soll der Sandstein des Altars wieder freigelegt werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Altarraum umgestaltet, in dem es bislang unter anderem zu wenig Sitzmöglichkeiten für die Messdiener gibt. Der Altar wird außerdem verkleinert und deswegen zersägt. Weil er dadurch entweiht wird, muss er neu geweiht werden. Dieses inzwischen seltene Ereignis einer Altarweihe wird am 4. September stattfinden. Die Sankt Paulinus Pfarrkirche in Beuren wurde zwischen 1835 und 1837 erbaut. Das Dach ihres Turms muss saniert und neu eingedeckt werden. Außerdem ist an ihm ein neuer Außenanstrich geplant. Diese Arbeiten sollten ursprünglich im Sommer beginnen, wurden aber nun auf Anfang 2012 verschoben. "Uns war das Risiko zu groß, dass wir ein teures Gerüst aufstellen und sich dann herausstellt, dass auch das Dachgebälk marode ist", sagt Mario Leiber, der Vorsitzende des Verwaltungsrats. In diesem Falle hätten die Arbeiten länger gedauert und das Gerüst hätte über den Winter stehen bleiben müssen. "Für unsere Pfarrei hätte das Mehrkosten von etwa 16 000 Euro bedeutet", sagt Leiber. ax