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Schnelles Internet für Saarburg - Verbandsgemeinderat will Dörfern helfen, Patentlösung fehlt noch

Schnelles Internet für Saarburg - Verbandsgemeinderat will Dörfern helfen, Patentlösung fehlt noch

Die Versorgung mit schnellem Internet wird die Verbandsgemeinde Saarburg noch über Jahre beschäftigen. Während an Obermosel und Saar schnelle Verbindungen mittlerweile die Regel sind, stehen die Bewohner des Saargaus auf der langen Leitung.

Schnelles Internet dank Funkverbindung versprach die Firma Telecab Henken und Hormann GmbH vor einigen Jahren den Bewohnern in den kleinen Dörfern des Saargaus. Auf seiner Homepage wirbt das Unternehmen immer noch für sein mit EU-Mitteln gefördertes Angebot. Doch mittlerweile haben sich etliche Gemeinden, die früher auf eine Funkverbindung gezählt haben, aus dem Programm verabschiedet. In Mannebach liefert zwischenzeitlich das RWE-Tochterunternehmen RWE-Highspeed schnelle Daten und in Taben-Rodt sowie Kastel-Staadt kümmert sich das saarländische Unternehmen Inexio um die Anbindung der beiden Orte ans Glasfaserkabel. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Jürgen Dixius, rechnet damit, dass beide Ortschaften bis Anfang April über eine schnelle Internetverbindung verfügen.

Sorgen wegen Saargau-Orten

Seine Sorgenkinder sind nach wie vor die Dörfer auf dem Saargau. Zwar habe die Verwaltung eine Idee, wie sich auch dort die Menschen schneller ins Internet wählen können, aber bis es in jedem Ort so weit ist, werden voraussichtlich noch einige Jahre vergehen.
Die Lösung wäre zusammen mit den Arbeiten für den Aufbau einer Fernwartung des Kanalnetzes gleichzeitig Leerrohre zu verlegen. In diese könnten dann Glasfaserkabel verlegt werden. Doch dafür muss erst die Kostenfrage geklärt werden. Die Verwaltung schätzt, dass hierfür Investitionen in Millionenhöhe nötig sind.

Im Saarburger Verbandsgemeinderat sind sich alle Fraktionen darüber einig, dass die Kommunen bei der Verlegung der Leerrohre von der Verbandsgemeinde finanziell unterstützt werden. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Franz-Josef Reiter, betont, dass es sich um eine solidarische Aufgabe handele, mit der die Zukunft der Gemeinden auf dem Saargau gesichert werde. Die Sprecherin der Grünen im Verbandsgemeinderat, Stephanie Nabinger, stimmte Reiter zu, da die Bürger einen Anspruch auf eine gute Internetverbindung hätten, um ihr Informationsrecht durchsetzen zu können.

Ein Problem gilt es allerdings noch zu lösen: Denn noch ist unklar, wie der Bund und das Land die Kommunen beim Ausbau der Breitbandversorgung finanziell unterstützen. Denn, daraus macht VG-Bürgermeister Jürgen Dixius keinen Hehl, die "bestehende Förderpraxis eignet sich nicht, das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung schnell zu erreichen".