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Schodener planen Neubaugebiet mit 27 Parzellen

Schodener planen Neubaugebiet mit 27 Parzellen

Rund zwei Millionen Euro will Schoden in den nächsten zwei Jahren in die Erschließung des Neubaugebietes Leimkaul investieren. Zwei Hektar groß soll das Gebiet werden, das der nächsten Generation Heimat bieten kann. Es ist der dickste Brocken im Investitionsplan, der jetzt an die Kommunalaufsicht in Trier geschickt wird.

Schoden. Die Ortsgemeinde Schoden hat sich eine Großinvestition vorgenommen. Zwei Millionen Euro sollen in den nächsten zwei Jahren in die Planung und Erschließung des Neubaugebietes Leimkaul hinter dem Friedhof fließen.
Bei Ortsbürgermeister Andreas Pauly gehen laut eigener Aussage immer mehr Anfragen nach Baugrundstücken ein. "Die Gemeinde hat aber keine Grundstücke mehr", begründet er die Investition in die Zukunft sowohl für Einheimische als auch Neubürger. Bis zu 27 Grundstücke, je nachdem, wie die zwei Hektar in der Planung zugeschnitten werden, entstehen am Ortsrand. "Wir beginnen jetzt mit dem Ankauf der Grundstücke. Das wird mit der Planung allein in diesem Jahr rund 300 000 Euro kosten", rechnet der Ortschef vor.
Danach müssen die rechtlichen Hürden genommen werden, mit Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Planoffenlegungen und Genehmigungen. "2017 wollen wir die Planungen umsetzen", sagt Pauly. Er ist sicher, alle Grundstücke an Bauherren verkaufen zu können und verspricht: "Wir wollen versuchen, bei den Quadratmeterpreisen im zweistelligen Bereich zu bleiben." Die gute Lage und Anbindung mit Bahn und Straße spreche doch für Schoden. Die junge Generation soll Gelegenheit haben, ihren Traum von den eigenen vier Wänden im Heimatort zu verwirklichen, aber auch Neu-Schodener sind willkommen. Planungskosten für den Ausbau der Herrenbergstraße und In der Curf stehen mit 10 000 Euro weiter im Investitionsplan. Doch die Bodenwellen in der Straße stören die Anlieger nicht, im Gegenteil, sie werden als "Verkehrsberuhigung" angesehen.
Was jedoch dringend sei, so Pauly, sei ein neuer Mulcher für Gemeindearbeiter Jürgen Jakobs, der 9000 Euro kostet. Eine Reparatur des Altgerätes lohne sich nicht mehr.
In der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates will das Gremium über die Bereitstellung eines Grundstücks am Sportplatz entscheiden, wo ein Kleinspielfeld aufgebaut werden könnte. Der Fußballverband Rheinland bezuschusst solche Felder, die von einem Verein wie dem SV Schoden beantragt werden müssen. Ob die Schodener den Zuschlag für ein Spielfeld bekommen, ist jedoch noch offen. dothExtra

Die heutige Ortsgemeinde Schoden wurde 816 erstmals urkundlich erwähnt. Das Jubiläumsjahr zum 1200-jährigen Bestehen startete mit einem Neujahrsempfang auf dem Dorfplatz, bei dem viele Bürger nicht nur auf das neue Jahr, sondern auch auf den runden Geburtstag mit Sekt angestoßen haben. Neben vielen kleineren Veranstaltungen im Laufe des Jahres wird es vom 16. bis 18. September ein großes Festwochenende geben. Dann stellt Schoden an verschiedenen Stationen seine Geschichte dar und lässt historisches Leben wieder auferstehen. doth