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Bauprojekt: Schon 30 Anfragen zum Manderner Seniorenprojekt

Bauprojekt : Schon 30 Anfragen zum Manderner Seniorenprojekt

Die Gemeinde treibt das Thema altersgerechtes Wohnen voran. Der Investor kann vielleicht schon in diesem Jahr loslegen.

Es gibt offensichtlich eine starke Nachfrage nach einem Angebot für altersgerechtes Wohnen in Mandern. Laut dem Ortsbürgermeister Tim Kohley haben bereits 30 Menschen aus dem Ort und der näheren Umgebung Interesse an dem neuen Wohnprojekt für Senioren und Beeinträchtigte in der Manderner Ortsmitte bekundet.

Ein privater Investor möchte das Bauprojekt umsetzen, die Gemeinde ist dabei allerdings mit im Boot. Um zu wissen, wie hoch die Nachfrage nach einem solchen Senioren-Wohnprojekt tatsächlich ist, hatte der Ortsbürgermeister im Amtsblatt darum gebeten, dass potenzielle Interessenten sich ganz unverbindlich melden (der TV berichtete am 29. November 2017). Mit den 30 Anfragen sei die Zahl erreicht, die der private Investor als Mininum benannt habe, um das Projekt anzugehen, sagt Kohley im Gespräch mit dem TV.

Bis zu 60 unterschiedlich große Wohneinheiten für ein oder zwei Personen sollen in dem geplanten Neubau im Ortskern entstehen. Die Wohnungen würden nach einem Modularsystem errichtet, erläutert Kohley. Dabei sei der Grundriss flexibel und könne je nach Bedarf geändert werden. Die Bewohner können ihren Wohnraum individuell gestalten und bei Bedarf umfangreiche Service- und Pflegeleistungen hinzubuchen wie zum Beispiel eine Essenslieferung oder eine Einkaufshilfe.

Wie viele Wohnungen tatsächlich gebaut würden, richte sich nach dem ermittelten Bedarf, sagt Kohley. Wer der Investor ist, will der Ortsbürgermeister nicht verraten, „bis alles in trockenen Tüchern ist“. Nur so viel: Er komme aus der Baubranche und habe bereits ähnliche Projekte realisiert.

In der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats hat Kohley einen neuen Flyer vorgestellt, mit dem er weiter mögliche Interessenten für das Projekt ansprechen will. 14 000 Exemplare hat der Manderner Ortschef in der gesamten Verbandsgemeinde Kell am See und in angrenzenden Gemeinden verteilen lassen.

Gemeldet hätten sich bisher Interessenten im Alter zwischen 50 und 80 Jahren, sagt Kohley. Angaben zum Preis der Wohneinheiten seien bei aktuellem Planungstand noch nicht möglich, heißt es in dem Flyer. Ziel sei jedoch, den Preis so zu gestalten, dass die Bürger sich eine solche Wohnung auch tatsächlich leisten könnten. Abgefragt wird das Interesse nach einem Kauf oder nach einem Anmieten der Wohnungen.

Im nächsten Schritt werde der Investor eine Vorplanung bei einem Architekten veranlassen, auf deren Grundlage eine Bauvoranfrage gestellt werden könne, sagt Kohley. Parallel dazu setze sich eine Planung bei der Kreisverwaltung mit der Ortsentwicklung Manderns auseinander. Die Ortsgemeinde will zwei Objekte kaufen, auf deren Grundstücken die Senioren-Anlage entstehen soll. Eine benötigte Fläche sei bereits in ihrem Besitz. Dass die Ortsgemeinde zunächst die Häuser erwerbe und dann an den Investor veräußere, sei eine übliche Vorgehensweise, sagt Kohley. Damit soll Spekulation vermieden werden.

Die Ortsgemeinde wolle noch in diesem Jahr weitere Immobilien im Ortskern kaufen, deren Grundstücke für die benötigte Infrastruktur wie Parkflächen genutzt werden könne. Dabei handele es sich um Häuser, die in schlechtem Zustand seien, sagt Kohley. Er hofft, dass die vertraglichen Angelegenheiten noch 2018 erledigt werden können und der Abriss der Häuser starten könne. Für die Umsetzung des gesamten Objekts rechnet der Ortsbürgermeister mit drei Jahren. Demnach könnten 2021 die ersten Bewohner in das Wohnprojekt für Senioren und Beeinträchtige in der Ortsmitte einziehen.