Schreihälse aus dem hohen Norden

HERMESKEIL. (ax) Sie heißen "Wurst Wattwurm" oder "Aal Markus" und ziehen durch die Lande, um ihre Waren mit flotten Sprüchen unters Volk zu bringen. Am Wochenende kommen die Schreihälse aus dem hohen Norden mit ihrem Friesenmarkt erstmals nach Hermeskeil. Am Sonntag öffnen zudem die Einzelhändler in der Hochwaldstadt ihre Geschäfte.

Manch einer mag ja behaupten, dass in der Hermeskeiler Innenstadt zu wenig Leben ist. Wenn er am Wochenende zum Shoppen in die Hochwaldstadt kommt, kann er sich aber vermutlich eines Besseren belehren lassen. Denn in der Fußgängerzone erwartet die Besucher eine sehens- und vor allem hörenswerte Attraktion.Kampf um die Krone

Der Grund: Am Wochenende machen die Marktschreier vom Holsteiner Friesenmarkt Station in Hermeskeil. Ob "Pasta Michele", "Obst Jimmy" oder "Aal Markus" - an ihren großen Verkaufsständen werden sechs Marktschreier lautstark und mit vielen Showeinlagen ihre Produkte anpreisen und untereinander in einen Wettstreit um die Gunst der Kunden treten. Eröffnet wird der Friesenmarkt am Samstag um 10 Uhr mit dem "Hök Uff", der traditionellen Eröffnung mit Wattwurm-Verkostung (Mettwurst). Danach wird die Fußgängerzone bis 16 Uhr zum Schauplatz typisch norddeutscher Aktivitäten, wobei auch die Besucher gefordert sind. Ab 14 Uhr sind von ihnen Kraft und Ausdauer gefragt, wenn es darum geht, den Sieger im Maßkrugstemmen zu ermitteln. Auch am Sonntag ist ab 11 Uhr viel Trubel in der Fußgängerzone angesagt. Zum Auftakt steht ein maritimer Frühschoppen auf dem Programm, danach geht der Kampf um die Krone des besten Marktschreiers weiter. Unter allen Teilnehmern wird gegen 18 Uhr der Gewinner einer Reise an die Nordsee ausgelost.Sonntags einkaufen von 13 bis 18 Uhr

"Das wird eine Riesen-Attraktion, von der wir uns sehr viel erwarten", sagt Claudia Fuchs, Sprecherin des Hermeskeiler Gewerbeverbands (HGV). Denn die Einzelhändler der Stadt werden den Friesenmarkt nutzen, um erstmals auch im Frühjahr zum verkaufsoffenen Sonntag nach Hermeskeil einzuladen. Von 13 bis 18 Uhr werden sie ihre Geschäfte öffnen. "Weil sich im Sommer die Aktionen ballen, wollen wir an der Stadtwoche im Juli keinen verkaufsoffenen Sonntag mehr machen", so Fuchs, die sich vom neuen Termin viel verspricht. Denn: "Konkurrierende Veranstaltungen in anderen Städten gibt es am Wochenende nicht."