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Schubert, Puccini und Mozart: Gänsehautstimmung im Weingut

Schubert, Puccini und Mozart: Gänsehautstimmung im Weingut

Musik und kulinarische Genüsse: Fast 200 Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet haben am Freitagabend die zehnte Operngala im Ayler Weingut Margarethenhof besucht.

Ayl. "Wie eiskalt ist dies Händchen....", die berühmte Arie des Rudolfo aus Puccinis Oper "La Bohème" erfüllt die ehemalige Scheune des Margarethenhofes in Ayl, und die Gäste sind mucksmäuschenstill, Gänsehautstimmung!
Zum zehnten Mal haben Dorothee und Jürgen Weber in ihrem Weingut eine Operngala veranstaltet. Mehr als 180 Gäste aus ganz Deutschland sind gekommen, um bei einem Menu und den Weinen des Hauses große Opernliteratur dargeboten zu bekommen. International renommierte Künstler haben dafür gesorgt, dass es ein toller Abend wurde. Die anfängliche Skepsis im Weindorf an der Saar ist mittlerweile Begeisterung gewichen, Sophie Theiss aus Ayl hat zum Beispiel keine Veranstaltung verpasst.
Der strahlende Ortsbürgermeister Siegfried Büdinger bringt es auf den Punkt: "Wir sind glücklich, dass so eine Veranstaltung in Ayl stattfindet und der Mut zum Risiko belohnt wird."
Ein Risiko seien sie eingegangen, sagt Dorothee Weber, "aber wir haben immer nach dem Motto ,wer nichts wagt, der nichts gewinnt\' gehandelt." Unterstützt wurden sie dabei von Anfang an von Freunden aus Essen, die den Kontakt zur dortigen Aalto-Oper herstellten und deren Chordirektor Alexander Eberle die Sänger am Flügel begleitet.
Song-Heon Ha (Bass), Felipe Rojas (Tenor), Anna Agathonos (Mezzosopran) und Olga Mykytenko (Sopran) sind an vielen renommierten Häusern weltweit aufgetreten und bleiben den Beweis ihrer Extra-Klasse nicht schuldig. Die Strahlkraft von Rojas` Tenor oder die Kraft und die blitzsauberen Höhen der Ukrainerin Mykytenko reißen die Gäste zu Begeisterungsstürmen hin.
´Überzeugendes Ensemble


Das gesamte Ensemble, zu dem auch noch ein kleiner Chor gehört, überzeugt vollends. Geboten werden Opernklassiker von Rossini, Verdi, Puccini, Mozart, Donizetti sowie Lieder von Schubert bis Mahler. Ein sehr ausgewogenes Programm, dem die Gäste, trotz der zwischendurch gereichten Menus, aufmerksam folgen.
Der kommerzielle Aspekt sei nicht so wichtig, sagt Dorothee Weber. Man wolle Werbung für die Saar und Mosel machen, aber natürlich auch für den eigenen Wein. Kundenbindung nenne man das wohl. "Jedes Jahr etwas Neues, sowohl musikalisch, als auch vom Rahmen her, das kommt an und ist mittlerweile ein Selbstläufer geworden", sagt Dorothee Weber mit Stolz. DT