Schüler aus Stiring-Wendel besuchen zum ersten Mal ihre Partnerschüler der Realschule plus in Saarburg.

Bildung : Erstmals Besuch aus Stiring-Wendel an der Realschule plus in Saarburg

Schüler aus der französischen Grenzstadt sind zum ersten Mal zu ihren Partnerschülern an die Realschule plus in Saarburg gekommen.

(red) Seit Ende 2017 besteht eine Zusammenarbeit zwischen dem Collège Nicolas Untersteller in Stiring-Wendel und der Realschule plus in Saarburg. Stiring-Wendel ist eine Stadt im Département Moselle in der Region Grand Est mit rund 11 990 Einwohnern. Sie liegt unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken. Im vergangenen März besuchten die ersten Sechstklässer aus Saarburg ihre Partner jenseits der Grenze, und im Mai traf man sich gemeinsam in den Gärten von Laquenexy.

Nun im Februar kamen zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen aus Stiring-Wendel an die Realschule plus Saarburg. 26 Jungen und Mädchen der bilingualen Klasse reisten an, um 29 Französischlerner zu treffen. Die Kinder wurden vom Schulleiter Klaus Paulus begrüßt, der die Wichtigkeit der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg in der Großregion hervorhob.

Nach einem Begrüßungsimbiss mit Kuchen und Muffins, die die deutschen Schüler mitgebracht hatten, gab es bis in den Nachmittag hinein zahlreiche gemeinsame Gruppenaktivitäten. Zunächst stand das Kennenlernen der Partner im Vordergrund, denn immerhin trafen 55 Kinder aufeinander, die sich ein paar Monate nicht gesehen hatten. In einem riesigen Puzzle aus Holz wurde dann das Wort „Umwelt“ zusammengebaut, denn Umwelt und Nachhaltigkeit waren die Themen für den Rest des Tages.

Am Nachmittag gab es entsprechend Workshops mit Spielen. So galt es, einen Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Der Wald war hierbei durch 120 Baumscheiben dargestellt, die zunächst per Menschenkette von einem Raum in den nächsten befördert wurden. Weiterhin gab es Tastkästen, in denen neben Gegenständen des Alltags auch Dinge aus der Natur wie Horn und Holz oder Nüsse und Kastanien zu erfühlen waren. Alle Begriffe wurden zweisprachig festgehalten. Weiterhin wurden Baumscheiben zusammengepuzzelt und Materialien aus Holz zusammengesucht.

Schließlich war es Aufgabe für die Schüler, die Umwelt in einem Spiel in Balance zu halten. Die zahlreichen Materialien hatte Dietmar Schwarz vom Forstamt Saarburg zur Verfügung gestellt, dem Dank für seinen Einsatz gilt. Um das „Wir-Gefühl“ in den deutsch-französischen Teams zu stärken, gaben sich alle Gruppen Namen und erfanden gemeinsam Maskottchen.

Am Nachmittag hieß es dann „Auf Wiedersehen und bis bald“, denn im Juni treffen sich die deutschen und französischen Partner zu einer zweitägigen Veranstaltung, bei der die Kinder unter anderem gemeinsam an den Waldjugendspielen teilnehmen werden.

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