Zwei-Millionen-Euro-Schulprojekt: Schüler sammeln Erfahrungen im digitalen Klassenraum

Kostenpflichtiger Inhalt: Zwei-Millionen-Euro-Schulprojekt : Schüler sammeln Erfahrungen im digitalen Klassenraum

Was passiert, wenn die Belüftung oder Temperatureinstellung in einem Raum nicht stimmt. Studierende des Balthasar-Neumann-Technikums (BNT) in Trier haben einen „smarten“ Simulationsraum entwickelt und praktisch Fragen zu energetischen Umbaumaßnahmen beantwortet.

Der digitale Klassenraum ist im Rahmen von „Smart Energy 4.4“ entstanden – ein hochdotiertes europäisches Bildungsprojekt, bei dem die kreiseigene Schule mit Partnern in Belgien, Frankreich und Luxemburg zusammenarbeitet.

Der neue Simulationsraum im vierten Obergeschoss des BNT macht unterschiedliche Einstellungen von Heiz- und Belüftungssystemen praktisch erfahrbar. So wird deutlich, was es ausmacht, wenn eine Temperatur von 30 Grad bei 80 oder bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit herrscht. Theorie wird erfahrbar gemacht. Die Schüler können nachvollziehen, was es heißt, wenn Klimaanlagen nicht optimal eingestellt sind, können unterschiedliche Behaglichkeitszustände simulieren und diese Erfahrungen künftig planerisch anwenden.

Eine Besonderheit des Simulationsraumes besteht darin, dass die Schüler nicht ein fiktives Bauvorhaben geplant haben, sondern eine Basis für Modernisierungsmaßnahmen am BNT gelegt haben. So sollen im Rahmen von „Smart Energy 4.4“ an den beteiligten Schulen soweit es notwendig ist, Labor- und Fachräume technisch aktualisiert und ergänzt werden, um eine einheitliche Ausbildung in den Partnerschulen zu ermöglichen. Neben dem BNT in Trägerschaft des Landkreises sind das Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes im belgischen Eupen, das Lycée Redange in Luxemburg sowie das Lycée Henri Nominé in Sarreguemines in Frankreich beteiligt.

Idee des Projektes, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wird, ist es Fort- und Weiterbildungsangebote an den überregionalen Bildungseinrichtungen im Themengebiet „Bauen im Bestand“ sowie bei der Fachkräftequalifizierung zu implementieren. Vor allem die von kleineren und mittleren Unternehmen dringend benötigten Fachkräfte sollen mit Handlungskompetenzen ausgestattet und so für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt qualifiziert werden.

Die Entwicklung des Simulationsraumes ist ein Element im Rahmen der Aktivitäten, die in Zusammenhang mit dem Großprojekt laufen werden, das bis März 2022 angelegt ist.

„Smart Energy 4.4“ ist mit einem Gesamtbudget von 2 Millionen Euro ausgestattet und wird durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit 60 Prozent EFRE-Geldern unterstützt. Unterstützt wird die Finanzierung vom Landkreis Trier-Saarburg als Schulträger und weiteren Partnern in den Nachbarländern. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg betreut das Projekt in der Organisation federführend.

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