Schulband des Hermeskeiler Gymnasiums liefert vor 250 Zuhörern gelungenes Konzert ab

Hermeskeil · Am Hermeskeiler Gymnasium gibt es bereits seit 1978 eine Band, die im Advent ihrem Namen Hitzefrei alle Ehre macht und dann dem Publikum einheizt. Das hat die Gruppe auch am Freitagabend beim diesjährigen Konzert vor 250 Zuhörern gemacht.

Singen auch mal vierstimmig: Selma Haag, Helena Paulus, Jil Buchien und Marah Menth (von links) von der Schulband Hitzefrei wechseln sich bei ihrer Interpretation eines Songs von Leonard Cohen ab. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"

Hermeskeil. Adventszeit heißt am Hermeskeiler Gymnasium: Es gibt Hitzefrei. Gemeint ist die Band, die in stets wechselnder Besetzung internationale Rock- und Popmusik nachspielt und sich damit ein treues Publikum erarbeitet hat.
Auch zum Konzert am Freitagabend sind geschätzte 250 Zuhörer in die Schulturnhalle gekommen.
Die jungen Musiker der Jahrgangsstufen sechs bis 13 werden von Musiklehrer Andreas Steffens zu ihren Leistungen geführt. "Dass es einen steten Wechsel gibt, ist Teil des Systems", erklärt der Pädagoge. Weil das Abitur näher rückt, sind Janine Wagner (Gesang und Gitarre), Laura Keil (Trompete), Jann Kolmsee (Posaune) und Frank Lorenz (Gitarre) zum letzten Mal dabei. Ihren Premierenauftritt haben Jil Buchien (Gesang), Helena Paulus (Gesang), Jil Trampert (Altsaxofon) und Frederik Schmitt (Bass).
"Rund 150 Musiker haben im Lauf der Jahre hier schon mitgespielt. Zehn haben die Musik zu ihrem Beruf gemacht", freut sich Steffens, der die Band seit 1983 leitet. Programmvorschläge kommen immer von den Bandmitgliedern. Schwerpunkt ist dabei, wer was singen kann.
"Andreas Steffens ist nicht streng, aber man muss schon was können", erklärt Saxofonistin Jil Trampert. Sie spielt auch im Musikverein Reinsfeld und der Big-Band der Schule mit und findet: "Das ist eine Steigerung, Hitzefrei ist die Krönung."
Denis Bengart aus Otzenhausen spielt seit drei Jahren mit. Er freut sich jedes Jahr auf das Konzert: "Diese Band ist was Besonderes." Auch nach dem Abitur will er noch dabei bleiben.
Fünf Sängerinnen ziehen beim Konzert die Aufmerksamkeit auf sich. Selma Haag (18) aus Züsch weiß: "Da lastet schon Druck auf einem, denn wir bestimmen das Klangbild."
Eine besondere Herausforderung haben sie sich mit Hallelujah von Leonard Cohen auferlegt, denn diesen Song tragen sie vierstimmig vor. Die Jüngste in der Gesangsformation ist Marah Menth aus Nonnweiler. Die Zwölfjährige macht schon zum zweiten Mal mit und hat viel Spaß: "Wir sind alle so gut aufeinander eingespielt und eingesungen."
Für den richtigen Ton und das richtige Licht sorgen Patrick Ziller und Lukas Wingendorf, die mit der technischen Ausrüstung effektiv umgehen können.
Von der Programmauswahl ist Zuhörer Kilian Bales aus Lorscheid begeistert: "Die bringen viele Stilrichtungen, stellen verschiedene Sängertypen dar und sind auch bei den Instrumenten stark engagiert." Sandra Paulus aus Gusenburg sagt: "Das klingt nach großer Musik. Toll, was die auf die Beine stellen."
Die Titel vieler Berühmtheiten wie Stevie Wonder, Chaka Khan, die Jackson 5, Foreigner oder Santana hat Hitzefrei an diesem Abend gespielt. Die Stücke dieser Musikstars sind zwar teilweise sehr viel älter als die Akteure der Schulband. Die gelungene Interpretation von Hitzefrei zeigt aber auch: Qualität ist eben doch haltbar. doth