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Schuldenlast steigt um rund 177 000 Euro

Schuldenlast steigt um rund 177 000 Euro

Wenn die Berechnungen der Verbandsgemeinde zutreffen, hat die Ortsgemeinde Wellen am Ende des Jahres rund 388 000 Euro Schulden. Am Jahresanfang waren es noch etwa 211 000 Euro.

Wellen. Für den ersten Beigeordneten, Joachim Weber, der für die VG an der Ratssitzung in Wellen teilnahm, war es "ein unerfreulicher Saldo, der Wellen aber in guter Gesellschaft anderer Gemeinden" lasse. Bürgermeister Hans Dostert, der die Eckpunkte des Etats 2011 vortrug, nickte ebenso zustimmend wie seine Ratsmitglieder - einhellige Zustimmung zu Webers Feststellung: "Wir brauchen dringend eine Reform der Gemeindefinanzierung." Gemeint ist die Befreiung der Kommunen von gemeindefremden Aufgaben (und Ausgaben). Als Ausgleichsmöglichkeiten werden "von oben" unter anderem angemahnt: eine dreistufige Erhöhung der Grundsteuer B und die Erhöhung der Friedhofsgebühren auf die tatsächlich entstehenden Kosten. Der Rat lehnte die mehrstufige Grundsteuererhöhung ab, beschied sich mit einer Erhöhung nur für dieses Jahr und beschloss einstimmig den Haushalt 2011 (Einnahmen: 1 032 780 Euro, Ausgaben: 1 308 884 Euro).
Zu den größten Ausgabeposten der Gemeinde gehören die Personalausgaben mit 444 260 Euro (Vorjahr 416 535 Euro), Abschreibungen 182 084 Euro (184 986), Kreisumlage 173 720 Euro (180 618) und VG-Umlage 160 690 Euro (153 325). Zugleich verringern sich die Einnahmen bei der Gewerbesteuer von 50 000 auf 12 000 Euro, bei der Schlüsselzuweisung A von 255 700 auf 176 590 Euro. In der Investitions- und Finanzierungsübersicht finden sich 16 Posten, von denen sich zwei ausgleichen: die Erschließung des Baugebiets "In der Steinkaul" bringt der Gemeinde 26 000 Euro Plus, die als "außerordentliche Schuldentilgung" ausgegeben werden. Alle anderen Ausgaben werden über Kredite finanziert.kdj
Der Gemeinderat Wellen beschloss, die Friedhofsgebühren teils erheblich zu erhöhen und das Grabnutzungsrecht von 30 auf 25 Jahre zu verkürzen. Zudem sollen im Bereich des Sportplatzes alle Lichtmasten auf Standsicherheit überprüft werden. Des Weiteren stimmte der Rat dafür, dass der Kindergarten eine Sprachförderkraft erhält. kdj