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Schulhof der Grundschule Hermeskeil wird neu gestaltet: Alles neu – aber etwas weniger Kosten

Abschluss der Sanierung : Schulhof in Hermeskeil wird 2021 komplett neu gestaltet – Kosten nach erstem Entwurf reduziert

Der Hof der Grundschule Hermeskeil wird sich komplett verändern. Damit das für weniger als 835 000 Euro machbar ist, haben die Planer am Gestaltungsentwurf noch einmal gefeilt. Baubeginn ist voraussichtlich erst im nächsten Jahr.

Die Generalsanierung der Grundschule in Hermeskeil ist abgeschlossen – zumindest, was die Gebäude betrifft. Doch ein wichtiger Baustein des Projekts fehlt noch: die Erneuerung des Schulhofs. Ende Oktober hatte Planerin Petra Ballus vom Ingenieurbüro Fuchs dazu einen Entwurf im Bauausschuss der Verbandsgemeinde (VG) vorgestellt. Demnach soll die rund 2500 Quadratmeter große graue Asphaltfläche in vier Bereiche aufgeteilt und mit vielen neuen Sport- und Spielelementen belebt werden (siehe Grafik).

Die geschätzten Kosten lagen nach dieser ersten Präsentation allerdings bei etwa 835 000 Euro. „Wir haben deshalb in enger Abstimmung mit der Schulleitung noch einmal geschaut, wo es Einsparpotenzial gibt“, erklärte Bürgermeister Hartmut Heck am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss der VG. Dort erläuterte Ballus die abgespeckte Planung. Es sei gelungen, die Kosten um 66 000 Euro auf insgesamt 769 000 Euro zu reduzieren, sagte die Planerin. Der größte Batzen, etwa 80 Prozent, entfalle allein auf die Tiefbauarbeiten. „Da lässt sich nichts mehr einsparen. Das liegt einfach an der riesigen Fläche, die wir befestigen müssen“, stellte Ballus fest. Allerdings kann die Verbandsgemeinde laut Bauamtsleiter Harald Haubricht einen speziellen Fördertopf anzapfen. Etwa 230 000 Euro seien für die Ausstattung des Hofs mit Spielgeräten und einen Teil der Bodenbeläge in Aussicht gestellt worden.

Die größte Einsparung gab es laut Planerin im Bereich des geplanten Kleinspielfelds. Dort sollte ursprünglich ein farbiger Kunststoffbelag verwendet werden, den man gegen Asphalt getauscht habe. Damit entfielen die Drainage unter dem Platz und die dafür notwendige Entsorgung des zum Teil pechhaltigen Erdreichs.

Reduziert habe das Büro auch die Zahl der vorgesehenen Spielelemente, etwa im Spiel- und Kletterbereich unterhalb der Linden rechts neben dem Hofeingang. Nach wie vor werde es aber „mehrere hochwertige Geräte geben, damit sich die 220 Kinder in den Pausen nicht alle auf dasselbe Klettergerüst stürzen“. Weiterhin geplant ist eine Insel im Hofzentrum mit einem als Planetarium gestalteten Pavillon, der auch als Außenklassenzimmer und als Kletterwand genutzt werden kann. Laut Ballus werden neue Bäume gepflanzt, Tische und Sitzbänke aufgestellt, Felder für Gesellschaftsspiele auf den Asphalt gezeichnet und die Tischtennisplatten wieder nutzbar gemacht. Eine Vogelnestschaukel wolle der Förderverein der Schule finanzieren.

 Geplante Neugestaltung des Schulhofs an der Grundschule Hermeskeil. Das Außenklassenzimmer, das in diesem Entwurf noch eingezeichnet ist, wird aus Kostengründen nicht realisiert.
Geplante Neugestaltung des Schulhofs an der Grundschule Hermeskeil. Das Außenklassenzimmer, das in diesem Entwurf noch eingezeichnet ist, wird aus Kostengründen nicht realisiert. Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Aus der Planung gestrichen ist die Reaktivierung des Außenklassenzimmers – unter anderem aus Kostengründen. Hier könne sich die Schule jedoch überlegen, ob sie in Eigenleistung mit Schülern und Eltern beispielsweise einen Gewürzgarten oder Insektenhotels anlegen wolle. Weil die Baufirmen derzeit ausgelastet seien, wolle man die Ausschreibung der Neugestaltung auf Ende des Jahres verschieben, sagte Ballus. Dann könne 2021 mit den Arbeiten begonnen werden.

„Insgesamt ist das immer noch eine stattliche Ausstattung, die aber den modernen Anforderungen an einen Schulhof entspricht“, stellte Bürgermeister Heck fest. Die Zeiten seien vorbei, als der Schulhof nur ein großer Platz gewesen sei, auf dem man Fangen oder Ball gespielt habe. Ihm sei bewusst, sagte Heck, dass angesichts dieser Planung bei den anderen Grundschulen in Gusenburg, Züsch, Reinsfeld und Beuren möglicherweise „Begehrlichkeiten“ geweckt würden. Es stehe nun aber die Gestaltung des Hofs in Hermeskeil an, die man so gut wie möglich umsetzen wolle. Dies schließe nicht aus, bei den anderen Einrichtungen zu gegebener Zeit „nachzuziehen“.