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Schulleiter arbeiten an ihren Hausaufgaben

Schulleiter arbeiten an ihren Hausaufgaben

Noch etwa zwei Monate, dann geht es los: Die Realschule plus in Konz startet. Einiges wird aus dem Angebot der Real- und Hauptschule übernommen.

Konz. Vieles ist festgezurrt, manche Hausaufgaben stehen noch aus: Gabriele Schmidt, Leiterin der Realschule Konz, Karl Grundhöfer, Chef der Hauptschule Konz, und ihre Kollegien arbeiten am Start der Realschule plus im August (der TV berichtete). Inzwischen sei bereits vieles geregelt worden, erläutern die Rektoren im TV-Gespräch. Organisatorisches wie Unterrichtsverteilung, Stundenplan und Raumzuteilung sei noch zu erledigen.

Das Gute jeder Schule soll bleiben



Es haben sich knapp 90 Schüler für die erste Klasse der Realschule plus angemeldet. Damit wird es vier Klassen geben.

Bei der Zusammenführung der beiden Schulformen gilt unter den Organisatoren: "Alles, was gut ist, sollte erhalten bleiben", sagt Grundhöfer. So wird beispielsweise auch die Arbeitswelt-Klasse, die in der Hauptschule eingerichtet worden ist, Bestandteil der neuen Schule. Dabei geht es nach Angaben Grundhöfers darum, denjenigen Schülern, die in einer Regelklasse keine Aussicht auf einen Abschluss haben, die direkte Vermittlung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Von Realschul-Seite soll der Schwerpunkt der Naturwissenschaften weitergeführt werden, sagt Schmidt. Und das Konzept der "Projektschule Medienkompetenz" soll von beiden Schulen übernommen werden. Aber Grundhöfer macht klar: "Es wird Veränderungen geben". Zum Start der Schule und auch in ihrer Entwicklung über die Jahre hinweg.

Nicht nur die Medienbildung soll nach Angaben der Schulleiter in den Unterricht der Schule mit dem Schwerpunkt der Integration einfließen. "Die Berufsorientierung erhält in der Realschule plus ein höheres Gewicht", sagt Schmidt. Neben den Kooperationen mit der Industrie- und Handelskammer, der Kreishandwerkerschaft und der Agentur für Arbeit seien die Beibehaltung eines wöchentlichen Praxistages im berufsbezogenen Bildungsgang und die verstärkte Vermittlung berufsbezogener Kompetenzen im abschlussbezogenen Zweig vorgesehen.

Derzeit arbeiten die Pädagogen an der Herangehensweise, wie die Differenzierung innerhalb der Klassen in der Orientierungsstufe angegangen werden kann. Dabei sollen den Schülern je nach Wissensstand unterschiedliche Aufgaben gegeben und verschiedene Maßstäbe der Notengebung angesetzt werden. Um der Heterogenität gerecht zu werden, haben sich die Schulleitungen darauf verständigt, dem Klassenlehrer mehr Gewicht und somit mehr Unterrichtszeit zuzugestehen. In diesen Stunden soll er die Schüler besser kennenlernen und ihre Lernniveaus einschätzen können.

Eine teilweise Doppelbesetzung der Schulstunden schließt Grundhöfer dabei nicht aus.

EXTRA Die Realschule plus in Konz wird im August in integrativer Form starten. Nach der 7. Klasse wird zwischen einem berufsbezogenen und einem abschlussbezogenen Bildungsgang getrennt. Letzterer führt zum bislang bekannten Realschulabschluss. Charakteristisch für die Realschule plus ist der Wahlpflichtfachbereich. Neben den Kernbereichen Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Soziales, Natur und Technik wird die neue Konzer Ganztagsschule eine zweite Fremdsprache und ein Neigungsfach anbieten. Anmeldezahlen Gymnasium: Der selbst von den Schulleitern befürchtete Schüler-Ansturm aufs Gymnasium ist ausgeblieben. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich nichts verändert, sagt Paul Weirich, Direktor des Gymnasiums, auf TV-Anfrage. Es haben sich 140 Schüler angemeldet. (ags/api)