Schumann-Hommage

Künstlerisch wertvoll, souverän im Vortrag und inhaltlich spannend: Mit Musik und Geschichten rund um den Komponisten Robert Schumann beglückten die Pianistin Sung-Hee Kim-Wüst und der Autor Hans Werner Wüst ein aufnahmebereites Publikum.

Konz-Karthaus. (jbo) Der Festsaal des Klosters Karthaus war mit einfachen Mitteln - abgedimmte Kronleuchter, kleine Halogenspots am glänzenden Flügel und am Rednerpult - so hergerichtet, dass die volle Konzentration des Publikums dem Klavierspiel der koreanischen Spitzenpianistin Sung-Hee Kim-Wüst und dem Vortrag ihres Mannes Hans Werner Wüst galt. Dem Ehepaar gelang es, durch eine ausgeklügelte Kombination von Wort und Musik eine anregende Spannung zu entwickeln.Das Konzept, einen fundierten Vortrag über das Leben des Komponisten und Literaturliebhabers Robert Schumann mit Kompositionen aus den jeweiligen Lebensstationen zu verbinden, ist so einfach wie genial. Autor Wüst gelang es mühelos, mit sparsamer Gestik, ganz auf seine Stimme vertrauend, Daten und Fakten mit Anekdoten und Zeitzeugenberichten zu verknüpfen. In jedem Abschnitt seines "literarischen Porträts" beleuchtete er das Leben Schumanns aus einem anderen Blickwinkel. Das vorzügliche Klavierspiel der wie ihr Mann ganz in schwarz gekleideten Pianistin Sung-Hee Kim-Wüst war die perfekte Ergänzung und zugleich schöner Kontrast. Mal kurz und knapp, mal sich Zeit nehmend für Tiefe und Detailfreude, untermalten die Klavierkompositionen das wechselhafte Dasein des am Leben gescheiterten Schumann. Das Publikum lauschte dem "musikalisch-literarischem Porträt" mit großer Aufmerksamkeit. Am Ende bewies euphorischer Beifall, dass der Abend bei den knapp 100 Besuchern glänzend ankam. "Die Veranstaltung hat den hohen Anspruch eingelöst. Der Zuspruch war sehr gut", so die Leiterin des Kulturbüros.

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