Schwarzkittel ohne Verluste

FREUDENBURG/SAARBURG. (red) Auf Initiative des Forstamts Saarburg waren am Samstag rund 120 Schützen in den Jagdrevieren Freudenburg II, Kastel-Staadt, Taben-Rodt, Staatswald Taben und Gemeindewald Weiten zusammengekommen, um dem Schwarzwild nachzustellen.

Anlass war Kritik der Landwirte, die Jäger würden in Sachen "Schwarzwildjagd" zu wenig unternehmen und darüber vermehrte Schäden in der Landwirtschaft provozieren. Alle Wildeinstände wurden mit Treibern und Hunden beunruhigt. Dabei wurden rund 30 Wildschweine gesichtet, diese konnten aber entkommen. Zur Strecke kam ein Reh. In seiner Abschlussrede unterstrich Oberforstrat Helmut Lieser vom Forstamt Saarburg, dass die Jagd strategisch gut vorbereitet war und bei guter Witterung auch planmäßig vonstatten ging, dass aber die Schwarzwilddichte aufgrund vermehrten Bachenabschusses in den vergangenen Wintern sowie einer erhöhten Fallwild-Rate bei den Frischlingen im schneereichen Frühjahr 2006 am Jagdtag eher als niedrig zu bezeichnen war. Lieser betonte, dass der Jagdtag trotzdem wichtig gewesen sei, führte er doch die Jäger aus fünf benachbarten Revieren zusammen und lieferte gleichzeitig der Bevölkerung den Beweis, dass der Jäger in Sachen Schwarzwildreduktion nicht untätig sei. Der Erfolg sei aber auf der Jagd nicht programmierbar. Vielleicht gebe es im Herbst 2007 eine Wiederholung - dann mit ein paar Schwarzkitteln.