Schweiß, Schlamm und zähes Sitzfleisch

Schweiß, Schlamm und zähes Sitzfleisch

Nur 170 statt 300 Fahrer wie im vergangenen Jahr sind in Mannebach auf die Mountainbike-Strecken gegangen. Diejenigen, die am Brauhaus-Cup teilgenommen haben, kamen voller Begeisterung und Lob zurück. Etwa 300 Zuschauer verfolgten am Wegesrand die schweißtreibende Fahrt.

Mannebach. Angenehme Temperatur und Sonnenschein: 170 Mountainbiker haben 22 oder 44 Kilometer durch die schöne Gaulandschaft rund um Mannebach zurückgelegt. Der 3. BrauhausCup lockte als der sportliche Höhepunkt der Kirmes nicht so viele Geländeradler an wie im letzten Jahr, als noch 300 Pedaltreter unterwegs waren.
"Nach der Südwestmeisterschaft im Frühjahr haben wir erst mit den Vorbereitungen beginnen können", so die Begründung von Adolf Kugel, Vorsitzender des Mannebike 20zehn. Starter Ludwin Strupp schickte das Feld los, aber nicht ohne den Segen von Vikar Przemyslaw Nowak.
Nach vier Kilometern Asphalt kam nur noch Gelände, 1100 Höhenmeter rauf und runter. Schweißperlen gesellten sich bald zu den dunklen Schlammpünktchen im Gesicht der Fahrer, die von den Reifen hoch geschleudert wurden, denn es hatte in der Nacht zuvor kräftig geregnet.
Ortsbürgermeister Bernd Gard war der Meinung, dass der Renntag professionell organisiert wurde: "Wir haben gezeigt, was in einem solch kleinen Dorf möglich ist." Der Sieger über 22 Kilometer, Ralph Paque (38) aus Saarburg, hat erstmals an einem solchen Rennen teilgenommen. Er sagte: "Das ist hier einfach klasse." Die Strecke sei gut zu fahren, und er fühle sich direkt heimisch. "Ich werde im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder mitmachen", sagt Paque.
Ältester Teilnehmer ist 70 Jahre


Einer der ältesten Mountainbiker ist Heinrich Müller. Der 70- Jährige aus Konz-Tälchen fand die Strecke gut: "Wir mussten noch durch ein paar Pfützen." Eine der schnellsten Frauen des Tages war Ursula Frank (41) aus Konz. Sie fand die Strecke aufregend, denn sie ist eigentlich mehr mit dem Straßenrennrad unterwegs. Diesmal kam sie stellenweise ins Rutschen. "Für nächstes Jahr muss ich mehr mit dem Mountainbike trainieren", sagt die Konzerin.
Gerade das Entdecken der landschaftlichen Schönheiten und das Wiederkommen ist eines der Ziele der Organisatoren, die gemeinsam mit dem ganzen Ort für Mannebach werben.
300 Zuschauer am Wegesrand


300 Zuschauer, meist verteilt im Dorf, feuerten jeden einzelnen Fahrer an. "Ich wollte mal sehen, wie das alles hier so abläuft", sagt Helmut Nitsche (54) aus Saarburg, der das Rennen interessiert verfolgte.
Der Lokalmatador, Frederick Veith, mit der Startnummer 1, der so sicher war, das Rennen nach Hause zu fahren, fand jedoch als Viertplatzierter seine Meister. "Ein besserer Platz war nicht zu halten", gab der 17-Jährige im Ziel zu.
Derweil hatte Rennköchin Ulrike Etringer auf zwei Öfen etwa 300 Portionen Spaghetti vorbereitet. "Kohlenhydrate müssen nach solch einer Anstrengung sein, haben die vom Verein gesagt", begründete sie die Wahl des Gerichts. Sie fügt hinzu: "Hungrig geht mir hier keiner weg."

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