Schwerer Unfall und ausgelaufenes Benzin

Ein Schwer- und ein Leichtverletzter - das ist laut Polizei die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Mittwochnachmittag auf der Landstraße 151 zwischen Hermeskeil und Nonnweiler. Kurz darauf mussten zwei Feuerwehren zu einem Einsatz ausrücken, weil am Pölerter Bahnhof Benzin ausgelaufen war.

Hermeskeil/Hinzert-Pölert. Binnen einer Stunde heulten gestern Nachmittag in Hermeskeil gleich zwei Mal die Sirenen. Die weitaus schlimmeren Folgen hatte dabei ein schwerer Verkehrsunfall, der gegen 15.45 Uhr einen Notarzt, den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Beamten der Polizeiinspektion Hermeskeil zu einem Einsatz auf der Landesstraße 151 zwischen der Hochwaldstadt und Nonnweiler zwang. Dort hatte der 19-jährige Fahrer eines blauen VW-Polo beim Überholen eines VW-Busses die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er war laut Polizei bei dem Manöver nach links auf den unbefestigten Seitenstreifen geraten, konnte danach sein Auto nicht mehr abfangen und überschlug sich 100 Meter weiter im Straßengraben. 20-Jähriger wird aus dem Auto geschleudert

Durch die Wucht des Aufpralls wurde sein 20-jähriger Beifahrer aus dem Fahrzeug geschleudert. Er erlitt schwere Verletzungen und musste ins Mutterhaus der Borromäerinnen nach Trier gebracht werden. Der 19-jährige Fahrer kam mit leichten Verletzungen ins Hermeskeiler Krankenhaus.Kurz darauf ging bei der Polizei sowie den Feuerwehren aus Pölert und Hermeskeil ein weiterer Alarmruf ein. Nach Angaben der Polizei kippte aus bislang noch ungeklärter Ursache gegen 16.30 Uhr ein Fünf-Liter-Kraftstoff-Kanister von einem Laster, der bei der Baustoffhandlung Breit am Pölerter Bahnhof Material abholte. Die Feuerwehrmänner eilten sofort zum Einsatzort und versuchten während eines starken Regenschauers, das Benzin mit Bindemittel daran zu hindern, ins Erdreich einzudringen. "Die größte Menge konnten wir auffangen", sagte Wehrleiter Christoph Borresch. Eine Gefahr für das Trinkwasser habe nicht bestanden. Er habe sofort Rücksprache mit den Verbandsgemeinde-Werken genommen, die ihm bestätigt hätten, "dass der Einsatzort nicht in einem Wassereinzugsgebiet liegt".