Seelsorge und Öffentlichkeitsarbeit

Für zwei Jahre versieht Simone Lehnert ihren Probedienst als Pfarrerin zur Anstellung in der evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus. Allerdings wird sich die Seelsorgerin nur halbtags der Gemeinde widmen können. Die andere Hälfte ihrer Arbeitszeit ist sie im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises Trier tätig.

Simone Lehnert freut sich auf ihre Aufgaben in Karthaus. TV-Foto: Karl-Peter Jochem

Konz. In Simone Lehnert hat die evangelische Kirchengemeinde für die nächsten zwei Jahre eine zusätzliche Pfarrerin. Die 31-Jährige ist je zur Hälfte ihrer Arbeitszeit in der Kirchengemeinde und dem Referat Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Trier tätig. Ganz gezielt hat sie sich nach ihrem zweiten Examen die Kirchengemeinde Konz-Karthaus ausgesucht. "Ich hatte schon während meines Studiums ein Faible für Medienarbeit. Hier in Konz kann ich die Arbeit in der Gemeinde mit der Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis verbinden", sagt die Theologin. Die aus der Nähe von Siegen stammende Kirchenfrau hatte schon als Jugendliche in einer kirchlichen Mädchengruppe mitgearbeitet und nach dem Abitur in Bonn Theologie studiert. Nach einem zweijährigen Vikariat in Aachen legte sie das zweite Examen ab und hat nun in Konz ihren Probedienst in der Kirchengemeinde angetreten. Schwerpunkt soll Arbeit mit jungen Erwachsenen sein

Dabei kam der Gemeinde der Umstand zu Gute, dass für das Referat Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Trier eine weitere Mitarbeiterin gesucht wurde. Weil zum Abschluss des Studiums aber auch ein Probedienst als Pfarrerin zur Anstellung in einer Kirchengemeinde gehört, hat Konz nun zumindest eine zusätzliche Halbtags-Pfarrerin. Kein Luxus für eine Kirchengemeinde, die in der gesamten Verbandsgemeinde zuständig ist und über 3000 Mitglieder hat. Neben dem pfarramtlichen Alltag will sich die Theologin insbesondere in der Arbeit mit jungen Erwachsenen engagieren. Lehnert: "Ich höre sehr gerne moderne Rock- und Popmusik, mag Kabarett und Theater. Vielleicht finde ich ja Menschen mit gleichen Interessen in der Gemeinde, mit denen ich in dieser Richtung arbeiten kann." Dazu will die Pfarrerin viele Gespräche führen, sich den Menschen vorstellen und die Gemeindemitglieder kennen lernen. Die erste Gelegenheit dazu gab es bei der Osternachtsfeier und dem anschließenden Beisammensein im Garten des Pfarrheims, bei dem "die Neue sehr herzlich empfangen und begrüßt" wurde. Auch den Konfirmandenunterricht will sie nutzen, um mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen. "Ich wünsche mir viele Gelegenheiten, Menschen kennen zu lernen", sagt die 31-Jährige. Ihr größter Wunsch ist es, nach Abschluss des Studiums in einer eigenen Kirchengemeinde zu arbeiten.