Segelflieger trainieren in Konz-Könen

Segelflieger trainieren in Konz-Könen

Segelflieger aus der niederländischen Stadt Hoogeveen haben zwei Wochen ein Segelflieger-Sommercamp bei den Segelfliegern des Aero-Club Trier und Konz in Konz-Könen gemacht. 14 Tage, bis vergangenen Samstag, haben 30 Piloten das Fliegen im Mittelgebirge geübt und sich mit den Fliegern aus Konz angefreundet.

Konz-Könen. "Gestartet wird heute von der Position 2.1", sagt Heinz Knitterscheidt aus Konz während der morgendlichen Besprechung im Clubhaus des Aero-Club Konz und Trier zu den holländischen Gastfliegern. "Das Wetter sollte heute besser als gestern sein. Aber ab mittags müssen wird die Gewitterzellen in der Region im Auge behalten."
Knitterscheidt hat für einen Tag die Flugleitung auf dem Flugfeld übernommen. Er gibt den holländischen Freunden die Start- und Landegenehmigungen.
"Beim Segelfliegen ist man stark vom Wetter abhängig", sagt Jelle vom Netten. Er hat für den aus der Nähe von Assen kommenden Segelclub das Sommerlager in Könen organisiert. "Während des Sommerlagers üben wir das Starten und Landen. Wir haben viele Fluganfänger dabei, die noch entsprechend Erfahrung sammeln müssen."
Das Starten mit einer Winde ist für die holländischen Flieger zunächst ungewohnt. In Holland werden die Flugzeugen nur mit anderen Flugzeugen auf Flughöhe gezogen. "Mit der Winde erreicht man eine Flughöhe von 300 Metern", erzählt Frank Donnermeyer, zweiter Vorsitzender des Konzer Fliegerclubs. "Da muss man schnell Aufwinde finden, um an Höhe zu gewinnen."
Aber auch das Landen ist für die Flugschüler eine Herausforderung: "Als Pilot muss man auf der kurzen Landebahn ziemlich steil landen", erklärt vom Netten. In Holland seien die Landepisten länger. Dafür haben die Cockpits ihrer Flieger eine Stahlverstrebung, weil man sich "beim Landen schon Mal im Stacheldraht verfängt."
Die Voraussetzungen am Flugfeld in Könen seien ideal für das Flugtraining, lobt vom Netten. Sie könnten sich hier gut selbst versorgen und auch der Campingplatz direkt neben dem Clubheim sei bestens.
"Auch die Verbindung zum Konzer Verein sei perfekt", lobt er. Sie würden von dessen guter Ausstattung profitieren und hätten während des zweiwöchigen Trainings auch schon Freundschaften geschlossen. "Nur das Wetter war nicht allzu gut, aber damit können wir Segelflieger umgehen."
Am Start bereitet sich ein Doppelsitzer auf den Start vor. Der Flughelfer kontrolliert das Startseil, anschließend bringt er das Flugzeug in Startposition und wartet auf das Startkommando aus dem Startwagen. Dann wird das Flugzeug in die Höhe gezogen und auf geht es zur nächten Trainings-Platzrunde.