Segnung wider das Vergessen

In diesem Jahr ist es 60 Jahre her, dass mit dem Bau der Friedhofs-Kapelle am ehemaligen SS-Sonderlager/KZ Hinzert begonnen wurde.

Hinzert. (red) Diesen 60. Jahrestag nehmen die evangelische Pfarrerin Heike Diederich aus Hermeskeil und der katholische Pfarrer Ingo Flach aus Beuren an Allerseelen zum Anlass, das im Dezember 2005 eröffnete Dokumentations- und Begegnungshaus an der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ im Rahmen eines ökumenischen Segensgottesdienstes einzusegnen. Der Gottesdienst ist am Freitag, 2. November, um 18.30 Uhr im Dokumentations- und Begegnungshaus der Gedenkstätte. Geschichtlicher Hintergrund

1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für "straffällige" Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als "Durchgangslager", insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau. Am 16. März 1945 wurde das Lager von der US-Armee befreit. Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.