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Sein Herz schlägt jetzt für Elbling

Sein Herz schlägt jetzt für Elbling

TRIER. Vom Riesling zum Elbling ist Dirk Weber berufsbedingt gewechselt: Der 36-Jährige, der in den vergangenen sieben Jahren als Eventmanager bei der Mosel-Saar-Ruwer-Weinwerbung tätig war, ist seit 1. Juli als Berater für den Verein "Güter der südlichen Wein-Mosel" angestellt.

Dirk Weber hat die Seite gewechselt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Bis vor kurzem war sein Büro im Haus der Landwirtschaft in der Gartenfeldstraße gleich links hinter dem Eingang: Der Verein Mosel-Saar-Ruwer Weinwerbung war sein Arbeitgeber. Seit vier Wochen macht er täglich ungefähr fünf Schritte mehr auf die andere Seite des Flures. Der Verein "Güter der südlichen Wein-Mosel" hat ihn als Berater eingestellt. Dabei scheint der Wechsel so etwas wie "eine glückliche Fügung" gewesen zu sein. Nachdem Webers Stelle bei der Mosel-Saar-Ruwer-Weinwerbung aus Kostengründen gestrichen worden ist, und sein Vorgänger beim neuen Arbeitgeber gekündigt hat, konnte der 36-Jährige in die frei gewordene Lücke springen. "Für mich ideal, weil ich unbedingt im Weinbereich bleiben wollte", erzählt Weber im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. Während er bei seinem alten Arbeitgeber für die Organisation von Veranstaltungen zuständig war, wird er nun die Mitgliedsbetriebe des Vereins "Güter der südlichen Wein-Mosel" beraten. 27 - darunter auch zwei luxemburgische und ein französischer - sind es bislang. Dabei soll es allerdings nicht bleiben. "Ziel muss sein, neue Mitglieder zu gewinnen. Dann lassen sich größere Aktionen auch besser stämmen." Anfragen zur Vermarktung

1995 gegründet, definiert sich der Verein - wie beispielsweise der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) - als Weinbau-Beratungsring. Dabei stehen bei den "Gütern der südlichen Wein-Mosel" die Elbling- und Burgunder-Weine im Vordergrund. Habe vor Jahren noch die Beratung in Fragen zur Technik des Weinan- und -ausbaus im Vordergrund gestanden, gehe es heute primär um Vermarktungsfragen. "Was die Technik betrifft, sind die Betriebe mittlerweile auf einem sehr hohen Stand. Wir bekommen Fragen zum Außen-Auftritt, etwa zur Etiketten- oder Weinkartengestaltung", berichtet der gelernte Industriekaufmann, der bei der IHK eine Weiterbildung zum Marketingkaufmann abgeschlossen hat. Von ihm würden darüber hinaus neue Ideen für die Vermarktung und Präsentation der Weine erwartet. So hat Weber in den ersten vier Wochen seiner Tätigkeit Vorschläge für gemeinsame Aktionen mit dem Studierendenwerk gemacht. Sensorik-Seminare für Einsteiger, Weinausschank in der Uni-Mensa und eine von Wein begleitete Semestereröffnungsveranstaltung gehören unter anderem dazu. "Das ist eine Zielgruppe, die wir verstärkt ansprechen müssen", ist Weber überzeugt.Stärkere Verbindung von Logo und Wein

Auch mit der City-Initiative möchte der Trierer gerne gemeinsame Sache machen. "Meine Wunsch-Vorstellung ist, jedes Wochenende in einem anderen Einzelhandelsgeschäft eine kleine Wein-Präsentation zu organisieren." Generell müsse das Logo des Vereins besser kommuniziert werden. "Wir müssen daran arbeiten, dass dieser Name spontan noch stärker mit gutem Wein verbunden wird."