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Seit Jahren still: Glockenspiel am Donatusplatz in Hermeskeil wird repariert

Reparatur geplant : Hermeskeiler Glockenspiel soll bald wieder erklingen

Weil es defekt ist, schweigt das Glockenspiel am Hermeskeiler Donatusplatz bereits seit vielen Jahren. Nun möchte es die Stadt wieder in Gang bringen – und lässt sich das einiges kosten.

Die Hermeskeiler Stadtbürgermeisterin Lena Weber (SPD) kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie sie als Kind am Donatusplatz vor der Eisdiele gesessen hat und dort das Glockenspiel erklang: „Für mich war das immer ein kleines Highlight, und für viele andere Hermeskeiler sicher auch“, stellte die Stadtchefin vor kurzem in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses fest.

Doch das Glockenspiel mit den beiden Figuren – ein Dirigent und eine Tänzerin –, das am Rand des Platzes in Richtung Krankenhaus hoch oben an einer Hausfassade hängt, steht seit vielen Jahren still. 1996 war es erstmals in Betrieb genommen worden. Inzwischen sind jedoch laut der Stadtbürgermeisterin mehrere Bauteile defekt und nicht mehr ohne Weiteres zu reparieren. Angefragte lokale Unternehmen hätten abgewunken.

Die Stadt hat daraufhin Kontakt zur Firma Dürr aus Rothenburg ob der Tauber aufgenommen, die das Glockenspiel damals hergestellt und montiert hatte – und siehe da: „Das Unternehmen hat uns ein Angebot vorgelegt, um die Steuerung wieder in Gang zu bringen“, sagte Weber. Rund 10.200 Euro werde dies kosten. Dies sei zwar „viel Geld“. Sie könne sich aber gut vorstellen, dass man den Hermeskeilern mit der Reparatur eine Freude und eine Art „kleines Weihnachtsgeschenk“ machen würde.

Der Ausschuss sprach sich mit großer Mehrheit für die Reparatur aus. Der Stadtrat hat diese Empfehlung am Mittwochabend bei zwei Enthaltungen bestätigt. Ratsmitglied Hagen Wiehle (Bürger für Bürger) verwies auf die geplante umfassende Neugestaltung des Donatusplatzes im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau: „Da wäre es ja sehr schade, wenn auf dem neuen Platz das Glockenspiel stillgelegt bleiben würde.“ Er regte allerdings an, dass mit der Firma auch die künftige Wartung geregelt werden sollte. Der erste Beigeordnete René Treitz (SPD) versicherte, dass ein entsprechender Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen werde. Die Folgenkosten sind allerdings noch nicht ermittelt und sollen dem Rat in der nächsten Sitzung am 22. Dezember nachgereicht werden.

Weitgehend einig waren sich die Ratsmitglieder, dass das Glockenspiel wieder ertüchtigt werden müsse. „Dinge, die man hat, die sollte man auch pflegen und erhalten“, fand Sigurd Hein, Sprecher der Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke. CDU-Fraktionssprecher Stefan Ding erklärte, dass die Stadt einiges in den Platz investieren werde: „Wir sehen das erneuerte Glockenspiel auch als Aufwertung für die Aufenthaltsqualität.“ Günter Weber (FWG) erkundigte sich, ob denn auch die programmierbaren „verschiedenen Szenarien“ des Glockenspiels wieder funktionieren würden. Das bestätigte der Beigeordnete Treitz: „Seitens der Firma ist eine Einweisung vorgesehen, damit wir es später selbst programmieren können.“