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Serie: Was die Gemeinden 2021 anpacken - Tawern will weiter wachsen

Serie: Was die Gemeinden 2021 anpacken : Tawern will weiter wachsen

Zwischen Siedlung und Dorf passt noch ein Neubaugebiet. Das Alte Amtsgebäude soll einem Multifunktionsbau weichen und das Dorfentwicklungskonzept fertig werden.

„Zwischen den Brüchern“ heißt das Gelände von der Siedlung in Tawern bis zum Rand des Dorfes. „Hier wollen wir ein weiteres Neubaugebiet entwickeln“, kündigt Ortsbürgermeister Thomas Müller an. Gespräche mit den Grundstückseigentümern sind jetzt geplant. Wenn die gut laufen, hat der Ortschef keine Bedenken, die Bauparzellen an Häuslebauer zu bringen: „Die Nachfrage ist enorm, auch aus dem Dorf selbst.“

Die „Wenigwies“ in Fellerich sei längst dicht und rund 30 neue Interessenten haben sich gemeldet. Außerdem soll ein Fußweg zwischen Siedlung und Dorf entstehen, der Abstand von der Straße hält.

Corona bremst das Unterfangen, denn persönliche Gespräche sind derzeit ein Problem. Ein Bremsklotz ist die Pandemie auch für die Fertigstellung des Dorferneuerungskonzeptes. „Die Bürgerbeteilung ist nur sehr eingeschränkt möglich“, bedauert Müller. Der Ortschef will im Frühjahr oder Sommer zu einer zweiten Bürgerwerkstatt einladen, in der ein vorhandener Konzeptentwurf mit den Bürgern diskutiert wird. Jeder soll Gelegenheit bekommen, am künftigen Gesicht Tawerns mitzuwirken.

Wichtig ist das allein schon deshalb, weil Tawern Schwerpunktgemeinde im Dorferneuerungsprogramm der Landesregierung ist und so schneller an mehr Zuschüsse kommt. „Auch eine Beratung der Baubetreuung für Private wird gefördert“, macht Müller das Angebot schmackhaft.

Das Straßenbauprogramm in Fellerich wird mit der Straße Am Albach fortgesetzt. In dieser Abrechnungseinheit gilt der Wiederkehrende Ausbaubeitrag für die Grundstücksbesitzer.

Ein großes Projekt wird ferner der Abriss des Alten Amtshauses gegenüber der Schule, das durch ein Multifunktionsgebäude ersetzt werden soll. Eine Instandsetzung des maroden Gebäudes ist nicht mehr möglich. „Wir wollen in diesem Jahr in die Planung einsteigen“, versichert Müller. Der Abriss komme aber bestimmt erst im nächsten Winter, denn zuvor müssten viele Anträge gestellt und Richtlinien beachtet werden um an die Fördertöpfe des Landes zu kommen.

Angepeilt ist eine Nutzung durch den Kindergarten, die Schule, einen Jugendraum, als sozialer Treffpunkt und auch für Gewerbe, etwa eine Bank oder Läden. „Es könnte auch Platz für digitale Arbeitsplätze entstehen, die für einen gewissen Zeitraum vermietet werden können“, denkt der Ortschef voraus. Das alles gelte es in einem Haus unter einen Hut zu bringen.

Neues Jahr, neue Projekte: Was soll in den Gemeinden im Raum Konz, Saarburg und Hochwald 2021 angepackt werden? Der TV hat dazu die Gemeindechefs und -chefinnen befragt. Die Ergebnisse veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen im Lokalteil.