Serrig will schöner werden

Dreigleisig will sich die Ortsgemeinde Serrig erneuern: Mit einem Sanierungsgebiet mit Steuervorteilen für Hausbesitzer und Investoren, aus dem Dorferneuerungsprogramm der Verbandsgemeinde Saarburg und mit der Bildung eines Pools von Grundstücken im Ortskern.

Serrig. Die Ortsgemeinde Serrig will sich von innen heraus erneuern. Drei Instrumente wurden dafür vom Ortsgemeinderat beschlossen.
Für Grundstücksan- und verkäufe sollen kreditfinanzierte 300 000 Euro im Doppelhaushalt 2013/2014 zur Verfügung stehen. "Für Erbengemeinschaften beispielsweise sind Grundstücke im Ortskern totes Kapital", sagt Ortsbürgermeister Egbert Adam. "Die Gemeinde soll nicht als Makler, sondern als Käufer auftreten", findet Andreas Meier (CDU). Johannes Tombers, ebenfalls CDU, spricht sich dafür aus, dass die Gemeinde immer ein paar Grundstücke zum Tausch haben sollte. Beigeordneter Theo Loch gibt allerdings zu bedenken, dass bei der reinen Vermittlung von Grundstücken keine Grunderwerbessteuer anfällt
"Es geht um die Verdichtung der Ortslage", erklärt Ortschef Adam das Ziel. Parallel dazu soll Serrig aber auch schöner werden. Dafür gibt es zwei Wege: Das Dorferneuerungsprogramm der Verbandsgemeinde mit Zuschüssen für die Planung und Durchführung von Gebäudesanierungen, und die Ausweisung eines Sanierungsgebietes, für das der Ortsgemeinderat jetzt den Weg freigemacht hat.
Der Planer Hubert Deubert aus Quirnheim, der auch Freudenburg und Fisch betreut, wurde mit einer Voruntersuchung zur Festlegung dieses Sanierungsgebietes beauftragt. Das kostet die Gemeinde 27 624 Euro. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Adam war der Planer bereits im Dorf unterwegs. Eine vorläufige Abgrenzung des Gebietes wurde dem Rat vorgelegt.
In der Ratssitzung am 9. Januar sollen die Grenzen genau abgesteckt und Sanierungsziele definiert werden. "Das ist eine öffentliche Sitzung, die sicherlich für Hausbesitzer und potenzielle Investoren interessant ist", sagt Egbert Adam voraus. Er will für Rat und Zuschauer einen größeren Raum als das Tennisheim suchen. Planer Deubert wird in der Sitzung seine Erkenntnisse und die Zuschuss- und Steuersparmöglichkeiten erläutern.
Die Verbandsgemeinde fördert die Sanierungsplanungen mit 1000 Euro, gibt Zuschüsse von 5000 Euro über fünf Jahre verteilt, plus 1000 Euro pro Kind. Über das Dorferneuerungsprogramm des Landes können weitere Zuschüsse bis zu 20 000 Euro pro Haus beantragt werden. Neu hinzukommen sollen steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten in einem Sanierungsgebiet.
"Wenn Bürger dazu Fragen haben, werden wir ihnen sicherlich ein Rederecht erteilen", sagt Adam. doth
Extra

Der Hebesatz der Gewerbesteuer bleibt bei 350 v. H. Die Hundesteuer wird erhöht: von 41 auf 45 Euro für den ersten Hund, von 61 auf 75 Euro für den zweiten und von 92 auf 110 Euro für jeden weiteren. Für die Turnhalle werden zwölf Tische mit 72 Stühlen im Wert von knapp 7000 Euro bestellt. Der Spielplatz Dörrwiesen bekommt neue Spielgeräte im Wert von 3400 Euro. Der Martinusplatz kann zukünftig von sieben Absperrpfosten gesichert werden, die 931 Euro kosten. doth

Mehr von Volksfreund