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Serriger Ortsgemeinderat beschließt Doppelhaushalt mit Investitionen von rund sechs Millionen Euro.

Ortsentwicklung : Gemeinde Serrig plant zwei Jahre enormer Ausgaben

Der Ortsgemeinderat beschließt den Doppelhaushalt mit Investitionen von rund sechs Millionen Euro.

Dieses und das nächste Jahr wird richtig teuer für Serrig. Die Investitionsmaßnahmen im Doppelhaushalt sind umfangreich.

Der größte Brocken in diesem Jahr ist die Erschließung des Neubaugebietes Nepol am Rande des Dorfes. 1,846 Millionen wird das kosten. Platz für 18 Baugrundstücke soll geschaffen werden. Gut, dass in diesem Fall das Geld durch den Verkauf der Grundstücke wieder hereinkommt.

Zweitgrößtes Projekt in 2021 ist der Endstufenausbau des Baugebietes Erl II mit 350 000 Euro. Auffallend viele fünf- und sechsstellige Beträge sind in der Liste aufgeführt. Für die Turnhalle 100 000 Euro, die Fertigstellung des Sportplatzes 42 000 Euro, das Tennisgebäude 40 000 Euro, Wegebau 130 000 Euro, eine Lagerhalle auf dem Festplatz für 100 000 Euro, und etliches mehr.

Schwerpunkt ist im nächsten Jahr die Erneuerung der Martinusbrücke über die Bahntrasse. Bei solchen Projekten gilt: Wer drüberfährt bezahlt. Damit sind nicht die Autofahrer gemeint. Die Straße über dieses marode Bauwerk, mit dem sich der Rat seit Jahren befasst, gehört aber der Ortsgemeinde. Bei Unterführungen hätte die Bahn die Kosten zu tragen. 2,8 Millionen Euro stehen im Plan, aber auch ein Zuschuss von 1,47 Millionen Euro vom Land. „Damit würde sich der Betrag halbieren“, rechnet Elisabeth Mirtennutz von der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell vor. Leider ist der Betrag noch nicht eingetroffen.

Richtig teuer ist auch der Ausbau der Römerstraße mit 550 000 Euro. Hier rechnet die Ortsgemeinde jedoch mit Ausbaubeiträgen von 341 000 Euro. Der Großteil aller Investitionen muss jedoch kreditfinanziert werden.

Alles zusammen sind es rund drei Millionen Euro in diesem und fast genau so viel im nächsten Jahr. Diskutiert wurde über den vorberatenen Haushalt nicht mehr. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Pinter brauchte nur noch die absolute Mehrheit festzustellen.

Wer sich das Zahlenwerk aber sehr genau ansehen wird, ist die Kommunalaufsicht des Landkreises. Erst wenn aus Trier grünes Licht kommt, können die anspruchsvollen Pläne umgesetzt werden.

Mit Timo Horn ist ein neues Ratsmitglied in der CDU-Fraktion verpflichtet worden. Er rückt für den Fraktionssprecher Dr. Johannes Tombers nach, der sein Mandat wegen verstärkter beruflicher Verpflichtungen niedergelegt hat. Neue CDU- Fraktionsvorsitzende ist Nicole Thinnes.