Sie machen die Wege frei

SCHWEICH. Für ihren wichtigen und zuverlässigen Einsatz bedankten sich der Verkehrsleiter des ADAC Mittelrhein, Ekkehart Röhr, und Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage bei den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Schweich.

"Die Reihen sind momentan leider etwas gelichtet." Mit diesen Worten empfing Walter Druckenmüller, Leiter der Autobahnmeisterei Schweich, den hohen Besuch. Angekündigt hatten sich der Verkehrsleiter des ADAC Mittelrhein, Ekkehart Röhr, und der rheinland-pfälzische Minister für Verkehr, Hans-Artur Bauckhage. Kleine Präsente hatten die Gäste im Gepäck, mit denen sie den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei für ihren vorbildlichen Einsatz dankten. Doch die Witterung der vergangenen Tage verlangte intensiven Nachteinsatz von den Männern und Frauen, und so war nur etwa die Hälfte der 41 Mitarbeiter bei der Feierstunde im Betriebsgebäude anwesend. "Alljährlich kommt der ADAC Mittelrhein zu den Männern und Frauen der Straße, um im Namen aller Autofahrer Dank zu sagen für den großen Einsatz, der von den Straßen- und Autobahnmeistereien geleistet wird, genauso wie auch von unseren Gelben Engeln der Straßenwacht", sagte Ekkehart Röhr. Erstmalig war der Westen des ADAC Mittelrhein Ziel des Besuches. Gerade die Mittelgebirgssituation mit Höhen von 100 bis 600 Meter halte regelmäßig Überraschungen für die Autofahrer bereit, meinte Röhr und betonte die Wichtigkeit geeigneter Winterausrüstung. Gut sichtbare Verkehrszeichen, Leitpfosten und Fahrbahnmarkierungen und ein gut funktionierender Winterdienst seien unabdingbar. "Die Arbeit der Schweicher Straßenwärter ist entscheidend dafür, dass auf den Straßen alles läuft." Allein im Zuständigkeitsbereich der Autobahnmeisterei Schweich sind im vergangenen Winter auf etwa 85 Kilometer Autobahn mit Anschlussstellen sowie einem kurzen Abschnitt auf der B 52 mehr als 4000 Arbeitsstunden im Winterdienst aufgewendet worden. Von Oktober 2005 bis Mitte Januar 2006 sind bereits rund 1800 Tonnen Salz und etwa 640 000 Liter Calciumchlorid-Lauge auf die Fahrbahn gebracht worden. Durch die Verwendung von Feuchtsalz und modernster Streutechnik konnte der Salzverbrauch gegenüber den 80er-Jahren um bis zu 30 Prozent gesenkt und somit viel für den Umweltschutz erreicht werden. Um von geräumten Straßen zu profitieren, müssen die Autos der Verkehrsteilnehmer erst mal laufen. Dass das nicht immer klappt, fällt gerade bei der kalten Witterung immer wieder auf. Leere Batterien, eingefrorene Bremsen und Türschlösser stellen viele Autofahrer vor Probleme. Davon weiß Manfred Plein ein Lied zu singen. Wie den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei, dankte auch ihm Ekkehart Röhr für seine Arbeit. Der "Gelbe Engel" Plein, der übrigens in wenigen Tagen sein 30. Dienstjubiläum feiert, ist mit seinem Fahrzeug bis zu 60 000 Kilometer im Jahr auf den Straßen zwischen Eifel und Trier unterwegs. Plein ist begeistert von seinem Job. "Das ist schon ein besonderer Kick, anderen Menschen helfen zu können. Jede Panne ist anders, jeder Mensch ist anders, für mich ist das der Traumberuf." Immerhin rund 80 Prozent der Pannenfahrzeuge bekommt Manfred Plein wieder hin, nur ein Fünftel muss abgeschleppt werden. "Mobil zu sein, bedeutet für die Bürger immer auch Freiheit und Lebensqualität." betonte Minister Bauckhage. Dafür, dass die Mitarbeiter der Straßenmeistereien sowie die Pannenhelfer des ADAC diese Mobilität sicherstellten, gebühre ihnen Dank.