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Sie proben den Ernstfall und sind zur Stelle, wenn es nötigt ist

Sie proben den Ernstfall und sind zur Stelle, wenn es nötigt ist

Es brennt im Jugendheim. Außerdem gab es einen Verkehrsunfall - dabei ist Pflanzenschutzmittel auf die Fahrbahn gelaufen. Die Feuerwehr muss ausrücken. Große Herausforderungen für die Wehren der Verbandsgemeinde Kell, aber zum Glück nur eine Übung an der Teufelskopfhalle in Waldweiler.

Waldweiler. Sie kümmern sich um verletzte Kinder mit Brandwunden, löschen das Feuer, sichern eine Unfallstelle ab und reinigen die Fahrbahn, schützen die Umwelt: Ein Feuer ist im Jugendheim an der Teufelskopfhalle in Waldweiler ausgebrochen, im Heizungsraum gab es eine Verpuffung, drei Jugendliche aus der Gruppenstunde werden vermisst. Außerdem hat ein Transporter auf der Straße Pflanzenschutzmittel verloren. Das sind die Szenarien, die die Wehren aus Waldweiler, Hentern, Heddert, Greimerath, Lampaden, Schillingen, Zerf, Vierherrenborn, Baldringen, Paschel und Schömerich sowie die Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes Kell vorgefunden haben.
Nach der Alarmierung sind sie mit 15 Feuerwehr- und DRK-Fahrzeugen, mit zwei von Traktoren gezogenen Löschgeräten sowie mehreren Wasserpumpen ausgerückt. Zum Glück nur eine Übung, die die Kräfte aber so absolvieren, als wäre es ein Ernstfall. Die Opferdarsteller sind täuschend echt geschminkt. "Die Übungen sind sinnvoll und erforderlich, um für den Ernstfall gerüstet zu sein", sagt Wehrleiter Bruno Merten. "Es ist eine Herausforderung, bei so einer Großübung alle Einsatzkräfte sinnvoll zu beschäftigen." Die Übung diene aber gleichzeitig auch dem gegenseitigen Kennenlernen und der Förderung der Kameradschaft. "Viele Feuerwehren im Land kämpfen gegen eine immer dünner werdende Personaldecke. Bei uns ist dies Gott sei Dank noch nicht der Fall."
Bürgermeister Werner Angsten zeigte sich zufrieden mit der Arbeit der Wehren. "Unsere Wehren sind zur Stelle, wenn es gilt, Hilfe zu leisten. Das haben sie auch bei den Ernstfällen des Jahres 2012 unter Beweis gestellt." Um das zu gewährleisten, wurde investiert: "Unsere Wehren haben 2012 neben dem Bau eines neuen Gerätehauses in Kell am See eine deutliche Verbesserung bei der Ausrüstung erfahren. So wurden insgesamt drei neue Fahrzeuge ihrer Bestimmung übergeben." Der örtliche Wehrführer, Gerhard Raul, sorgte mit seinem Team organisatorisch für den reibungslosen Ablauf der Übung. hm
Extra

Im Rahmen der Übung wurden folgende Beförderungen ausgesprochen: Werner Lonien (Vierherrenborn) zum Löschmeister, Felix Biwer (Hentern) zum Hauptfeuerwehrmann, Dennis Thiery, Florian Wagner und Daniel Sololowski (alle Greimerath) zu Oberfeuerwehrmännern; Katharina Scherf und Verena Wagner (beide Heddert) zu Feuerwehrfrauen, Matthias Scherf, Felix Scherf, Lukas Thome und Gregor Lichtmeß (alle Heddert) zu Feuerwehrmännern, Peter Kewenig (Kell am See), Peter Bung (Lampaden) und Matthias Brausch (Paschel) zu Feuerwehrmännern; als neue Mitglieder wurden Nico Müller (Mandern), Sebastian Dietzen und Michael Rosler (beide Hentern), verpflichtet. Thomas Mersch aus Vierherrenborn wurde zum Wehrführer ernannt (er hatte das Amt seit Februar 2010 kommissarisch inne) und gleichzeitig zum Brandmeister befördert. hm