Singen, spielen, schwimmen

RALINGEN-OLK. (ka) Für die Familie Hardy in Olk ist Langeweile ein Fremdwort. Freizeitgestaltung steht hoch im Kurs. Vom Sport bis zur Hilfe für Menschen in Not reicht die Palette ihrer Aktivitäten.

Alle Hardys, Mutter Claudia, Vater Norbert, Sohn Dirk (20) sowie die Töchter Tatjana (15), Lena (10) und Nathalie (8) spielen begeistert Tennis. Tatjana und Lena singen im Trierer Domchor. Alle drei Töchter tanzen in der Garde des Olker Sport- und Freizeitclubs. Dirk ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und der DLRG. Doch damit nicht genug. Claudia Hardy managt als Vorsitzende des Sport- und Freizeitclubs das gesamte Olker Vereinsleben. Eine leichte Übung könnte man meinen, gibt es doch außer der Feuerwehr nur diesen einen Club im Ort. Falsch gedacht. Das Angebot des Olker Sport- und Freizeitclubs ist so breit gefächert, dass es dafür anderswo mehrerer Vereine bedarf.Vom Domchor bis zur DLRG

"Wir machen das in verschiedenen Abteilungen", sagt Claudia Hardy. Eine davon ist die Tennis-Abteilung. Die beiden gepflegten Aschenplätze liegen nur knapp hundert Meter vom Haus der Hardys entfernt. Entsprechend oft sind sie auf dem Court. Besonders am Herzen liegt Claudia Hardy die Förderung des Nachwuchses. Derweil hat sie nicht nur ein Auge für Tennistalente, sondern auch ein Ohr für gute Singstimmen. Eine solche glaubte sie bei Tochter Tatjana ausgemacht zu haben. Als der Domchor Trier für seine Kin-der- und Jugendkantorei Verstärkung suchte, vereinbarte sie ein Probesingen. Tatjana kam, sang und blieb. Und weil ihre kleine Schwester Lena sie zur ersten Probe begleitet hatte, wurde die gleich mit entdeckt. Seitdem sind gut drei Jahre vergangen. Die Badewannensoprane von einst haben sich längst zu kraftvollen, geschulten Chorstimmen gemausert. Vom Domchor sind Tatjana und Lena begeistert. Bei zahlreichen Großereignissen haben sie gesungen, erst kürzlich bei der Eröffnung des Kultursommers 2005. Dass sich hin und wieder Klassenkameraden oder Freunde despektierlich über das, wie sie meinen, vorwiegend geistlich ausgerichtete Repertoire des Domchores äußern, stört sie nicht. Im Gegenteil. "Geistliche Lieder zu singen macht uns sehr viel Spaß", sagen sie. Zudem stehe auch anspruchsvolles weltliches Liedgut auf dem Programm. Dirk Hardy betätigt sich ebenso intensiv wie beim Tennis als Floriansjünger bei der Freiwilligen Feuerwehr und als Rettungsschwimmer bei der DLRG. Der sportliche junge Mann ist voll bei der Sache. Stolz verkündet er: "Zurzeit bin ich dabei, die Prüfung als Bademeistergehilfe abzulegen." Und was macht Vater Norbert Hardy? Wenig. "Meine unregelmäßige Arbeitszeit erlaubt es mir nicht, große Taten zu vollbringen", erklärt er bedauernd. Seine "Tenniskarriere" habe er für zwei Jahre an den Nagel hängen müssen, wolle jedoch jetzt wieder beginnen. Mit Ehefrau Claudia als Trainerin. Aber er ist skeptisch: "Die schlägt so hart."