So erleben Zweiradfahrer bisher die Wege von und nach Trier

So erleben Zweiradfahrer bisher die Wege von und nach Trier

Zwei Fahrradpendler schildern dem TV ihre Erfahrungen mit dem Radwegnetz in und um Trier. Den Moselradweg finden beide gut. Die Infrastruktur in der Stadt halten sie zum Teil für mangelhaft.

Ulrich Urbanek (60) pendelt fünfmal pro Woche mit seinem Fahrrad von Föhren nach Trier-Nord in den Wasserweg. "Das geht natürlich nur, weil mein Dienstherr, die Telekom, Duschen zur Verfügung stellt", sagt Urbanek.

Die Strecke sei eigentlich ganz gut per Rad zu bewältigen. "Es gibt nur kurze Abschnitte, auf denen ich die Landstraße benutzen muss", sagt er. "Die Problemchen fangen aus meiner Sicht hinter der Pfalzeler Brücke an, wenn es in die Innenstadt geht." Sein Vorschlag zur Verbesserung: breiter gekennzeichnete Fahrradspuren. "Man trifft schon mal jemanden und würde gerne nebeneinander fahren", begründet er den Vorschlag. Zudem halte er es für richtig, die Radwege aus und in die Stadt Trier besser und deutlicher zu kennzeichnen. "Ich habe schon vielen Radfahrern geholfen, die in Richtung Bernkastel wollten", schildert er seine Erfahrungen.

Die zweite Radpendlerin will ihren Namen nicht in der Zeitung lesen. Die 45-jährige Wasserliescherin fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit nach Trier-Nord. Den größten Teil des Wegs lege sie auf dem landschaftlich schönen Moselradweg zurück. "Grundsätzlich bin ich mit der Strecke zufrieden", sagt sie. Zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Kaiser-Wilhelm-Brücke sei der Moselradweg aber nicht besonders breit. Es gebe zwar noch einen Randstreifen, aber der sei nicht an allen Stellen gut befahrbar. "Da wünsche ich mir oft, dass der Weg breiter gemacht wird", sagt sie.

Beruflich sei sie öfter in der Innenstadt mit dem Fahrrad unterwegs. "Dazu muss ich wohl nicht mehr viel schreiben, denn dass Radfahren in Trier eine Katastrophe ist, wurde ja schon oft in Ihrer Zeitung beschrieben", sagt sie weiter. Sie nennt zwei Beispiele: Wenn sie zum Beispiel von der Maarstraße aus zum Hauptbahnhof fahre und sich an die Verkehrsregeln halte, müsse sie mindestens dreimal absteigen und schieben.

An der Ecke Porta-Nigra-Platz/Christophstraße sieht sie einen weiteren Problempunkt: "Wenn ich von der Simeonstraße komme und möchte in Richtung Paulinstraße, werde ich als Radfahrerin von der Kontaktschwelle nicht erfasst." Solange kein Auto hinter ihr herkomme, springe die Ampel nicht auf Grün. "Das Ende vom Lied ist, dass ich absteige und über den Fußgängerüberweg gehe." cmk

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