So können Hausbesitzer bei Heizung und Stromverbrauch sparen

So können Hausbesitzer bei Heizung und Stromverbrauch sparen

Wie spare ich in meinen eigenen vier Wänden richtig Energie? Diese Frage wird vom Energieberater der Verbraucherzentrale, Dieter Kontor, beantwortet. In der Verwaltung der Verbandsgemeinde Saarburg in Zimmer 55 werden für Hauseigentümer und Mieter nach zwei Jahren Pause wieder Energieberatungen angeboten.

Saarburg. Heizöl, Gas und Strom werden immer teurer. Energiesparen ist das beste Gegenmittel, sagt Bundesumweltminister Peter Altmaier. Aber wie soll das gehen, ohne sich stark einschränken zu müssen?
Für Hausbesitzer und Mieter wird diese Frage jetzt wieder bei der Saarburger Verbandsgemeinde beantwortet. Willi Hein koordiniert die Termine mit dem neuen Energieberater der Verbraucherzentrale, Dieter Kontor. Jeden ersten und dritten Freitag im Monat kann dieses kostenlose Angebot zwischen 10 und 13 Uhr genutzt werden, um bares Geld zu sparen.
"Bis vor zwei Jahren gab es schon einmal ein solches Angebot", erinnert Verwaltungschef Leo Lauer. Der Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Hans Weinreuter, hat jetzt Diplom-Ingenieur Dieter Kontor, einen neuen Fachmann aus Trier, vorgestellt.
"Zwischen 2001 und 2010 haben wir in Saarburg bereits 500 Beratungen vorgenommen", sagt Weinreuter und verweist auf eine Beratungstradition seit 1978, dem Jahr der Ölkrise. Anbieterneutral ist auch das neue Angebot.
"Die meisten Leute fragen nach der bestmöglichen Heizung, nach Dämmung und Fördermitteln", erklärt der Energiereferent. Oft seien die Ratsuchenden nur auf die Heizung konzentriert. Doch das Haus und das Verbrauchsverhalten seiner Bewohner müsse als Gesamtsystem betrachtet werden.
Kostenlose Sprechstunden


Berater Kontor bittet die Hausbesitzer, zum Gesprächstermin möglichst viele Informationen mitzubringen: "Hauspläne, Fotos, Daten der Heizung und Schornsteinfegerprotokolle sind nützlich." Diese Sprechstunde ist kostenlos.
Lassen sich Fragen nur vor Ort klären, kommt Kontor auch zu den Ratsuchenden nach Hause. Das kostet allerdings 45 Euro - einschließlich eines Beratungsprotokolls.
Beraten werden auch Mieter, deren Heizkostenabrechnung Rätsel aufgibt. "Ein Drittel dieser Abrechnungen sind nicht korrekt", hat Weinreuter bei einer Untersuchung von landesweit 1000 Abrechnungen herausgefunden.
Auch an der unsachgemäßen Installation einer Heizungsanlage, selbst wenn die noch so modern ist, kann es liegen, dass zuviel Energie verpufft. "Wir sorgen für mehr Selbstbewusstsein gegenüber Handwerkern", sagt Berater Kontor.
Er selbst wohnt in Trier in einem Passivhaus mit Photovoltaik- und Wärmepumpentechnik, das sogar mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. "Energiesparen ist das Gebot der Stunde", findet Bürgermeister Lauer. Die Verwaltung ging mit einem Blockheizkraftwerk mit gutem Beispiel voran. Sie spart 30 Prozent Energie und 280 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Termine können unter Telefon 06581/81111 ab sofort vereinbart werden.
Extra

In einem Haus aus dem Jahr 1970 verbraucht eine dreiköpfige Familie auf einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern jährlich 3000 Liter Heizöl und 4000 Kilowattstunden Strom. Die Energiekosten summieren sich in 20 Jahren auf 80 000 Euro (ohne Preissteigerung). Werden 50 Prozent davon eingespart, ist eine Investition von 40 000 Euro wirtschaftlich. Wo es Zuschüsse gibt, steht im Internet unter www.energieberatung-rlp.de Auf dieser Seite kann man bei einem Stromcheck auch herausfinden, wie viel Geld mit moderneren Elektrogeräten gespart werden könnte. doth Infos gibt es unter der Hotline 01805/ 60756020.

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