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So will die Verbandsgemeinde Hermeskeil erneuten Ansturm auf Rodelhänge am Wochenende verhindern

Absperrungen und Kontrollen : So will die VG Hermeskeil den erwarteten Ansturm auf Rodelhänge am Wochenende verhindern

Deutlich weniger schneehungrige Besucher als am ersten Januar-Wochenende sollen ab Samstag auf den beliebten Rodelpisten im Hochwald unterwegs sein. Dafür werden Ordnungskräfte mit Absperrungen und Kontrollen sorgen, kündigt die Verbandsgemeinde Hermeskeil an.

Bis in den Abend haben die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil am Dienstag diskutiert, wie sie den erneut befürchteten Ansturm auf die verschneiten Hänge im Hochwald am Wochenende verhindern könnten. Am Mittwoch stand fest, dass dafür doch „drastischere Schritte“ erforderlich sein werden – so drückte es Hartmut Heck, Bürgermeister der VG Hermeskeil, gegenüber dem Trierischen Volksfreund aus.

Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Januar, sollen demnach Parkplätze an mehreren Orten im VG-Gebiet gesperrt werden, an denen am ersten Januar-Wochenende eine große Zahl von Menschen die schneebeckten Hügel auf Schlitten hinuntergefahren waren. Ein Einhalten der aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen sei dabei kaum noch möglich gewesen, kritisiert Heck. Zudem seien durch „Wildparker“ vor allem am Dollberg in Neuhütten Rettungswege blockiert worden. Der Parkplatz des Wintersportgebiets Dollberg soll daher auch am kommenden Wochenende gesperrt bleiben, kündigt der VG-Chef an. Auch die Anfahrt über die Ortsstraßen von Neuhütten wolle man verhindern, in dem dort nur noch Anwohner und Anlieger unterwegs sein dürften. Entsprechende Hinweisschilder blieben auch am Wochenende stehen.

Gesperrt werden laut Heck außerdem weitere Bereiche in der Nähe der zuletzt besonders beliebten Rodelpisten – der Mitfahrerparkplatz an der B 407 bei Reinsfeld, der Bereich am alten Bunker in Hermeskeil und eine Anhöhe bei Beuren, wo es hinab in Richtung Moseltal geht. „Diese Örtlichkeiten sollen am Wochenende komplett zu sein“, beschreibt Heck die Pläne der zuständigen Ordnungsbehörden von VG und Landkreis Trier-Saarburg. Kontrolliert werde dies mit Einsatzkräften von Polizei, Ordnungsämtern, Feuerwehren und Technischem Hilfswerk. „Sie werden Besucher, die dort parken wollen, zurückschicken. Und notfalls werden auch Fahrzeuge abgeschleppt, die verkehrswidrig abgestellt werden“, kündigt der Bürgermeister an.

Ein Hintergrund dieser „drastischen Maßnahmen“ sei die von Bund und Ländern am Dienstag beschlossene Verlängerung und teilweise Verschärfung des Lockdowns bis Ende Januar, sagt Heck. Die Verantwortlichen von Kreis und VG Hermeskeil hätten zwar zunächst über andere Möglichkeiten wie eine kontrollierte Öffnung der Parkplätze für die schneehungrigen Besucher nachgedacht: „Letztlich sind wir aber doch zu dem Schluss gekommen, dass es mit Appellen an Einsicht und Akzeptanz nicht funktioniert.“

Natürlich könne es niemandem verboten werden, am Wochenende in den betreffenden Gebieten spazieren zu gehen oder dort mit den Kindern zu rodeln, räumt der VG-Chef ein. Es gehe jedoch darum, die Menschenmengen ohne ausreichende Sicherheitsabstände des vergangenen Wochenendes zu verhindern. „Sollte es am Samstag oder Sonntag zu solchen größeren Ansammlungen kommen, dann werden die Ordnungskräfte auch Platzverweise aussprechen.“