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So wird der Schillinger See renaturiert

Natur : Was rund um den Schillinger See gebaut wird

(cweb) Wer in den vergangenen Tagen an der Freizeitanlage in Schillingen vorbeigekommen ist, der hat sich vielleicht über einige Veränderungen gewundert. Entlang der Zufahrt zum See sind mehrere Bäume gefällt worden.

Bagger und schwere Baumaschinen sind rund um das Gewässer im Einsatz, das zurzeit von rot-weißem Absperrband eingerahmt ist. Außerdem ist ein Teil der dort vorbeiführenden Traumschleife Schillinger Panoramaweg seit Anfang März für Wanderer gesperrt. Der TV hat sich bei Ortsbürgermeister Markus Franzen nach den Hintergründen erkundigt.

Laut dem Ortschef hat die im Herbst 2020 ausgeschriebene Renaturierung des Flonterbachs begonnen, von der auch das direkte Umfeld des Schillinger Sees betroffen ist. „Das Bachbett wird vor dem See verbreitert und etwas verschwenkt“, erläutert Franzen. Am Ufer seien einige Fichten entfernt worden, damit sich dort eine neue natürliche Vegetation bilden könne. Zusätzlich würden alle Wegequerungen des Flonterbachs – von der Quelle bis zur Mündung in die Ruwer – mit Haubenkanälen gestaltet. „So kann der Bach in natürlicher Weise unter den Wegen durchfließen.“

Am See werde der Flonterbach links um das Gewässer herumgeleitet. „Er fließt also künftig nicht mehr durch den See, sondern daran vorbei. Der See erhält aber nach wie vor das nötige Wasser vom Bach“, sagt Franzen. Durch die Umleitung des Bachs könne auch der undichte Überlauf erneuert werden. „Das ist längst überfällig, und die Gemeinde muss dafür dank Renaturierung keinen Cent aufwenden“, freut sich der Ortsbürgermeister. Denn die rund 280 000 Euro teuren Arbeiten werden zu 90 Prozent vom Land gefördert, die restlichen zehn Prozent übernimmt die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell. Auch deshalb ist es für Franzen ein „rundum gelungenes Projekt“, das einerseits den Flonterbach aufwerte und andererseits der Ortsgemeinde viel Geld spare. Wenn alles nach Plan laufe, könnten die Arbeiten bis Ende April abgeschlossen sein.