1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Soko ermittelt: "Tauber und der Tote im Wald"

Soko ermittelt: "Tauber und der Tote im Wald"

Der gebürtige Trierer Hartmut Weiskopf, alias Harry Whitehead, hat sich in letzter Zeit oft über die ein oder andere schlechte Folge des Tatorts geärgert. Er möchte jedoch nicht nur jammern, sondern auch seine eigenen Ideen zur Verbesserung der Serie einbringen. Deswegen hat er die Reihe "Soko Trier" ins Leben gerufen.

Ayl-Biebelhausen. Der Tatort ist seine Leidenschaft. Die wöchentliche Folge der Serie am Sonntagabend würde Hartmut Weiskopf niemals verpassen. "Da kann im Urlaub eine Galaveranstaltung im Robinson Club sein. Ich gucke auf jeden Fall den Tatort. Überall auf der Welt", erklärt der Buchautor schmunzelnd. Seit fast zehn Jahren befindet sich der ehemalige Vertriebsleiter einer Versicherungsgesellschaft als Privatier im Ruhestand. Sein erstes Buch hat er im Jahr 2008 veröffentlicht: "Die Gummiwurst", eine biografische Erzählung, welche die in den Nachkriegsjahren üblichen Kindesmisshandlungen thematisiert.
Doch das kreative Potential von Harry Whitehead war mit dem Niederschreiben dieser wahren Begebenheit nicht erschöpft. "Der Tatort hat seit ungefähr zwei Jahren stetig an Qualität verloren. Viele Geschichten sind einfach unlogisch. Da ich nicht nur meckern wollte, habe ich mich dazu entschlossen, selbst Krimis zu schreiben", erklärt er. Kurzerhand erfand der die Reihe Soko (Sonderkommission) Trier.
Im ersten Teil der Reihe, "Tauber und der Tote im Wald", muss Kommissar Tauber den Tod an einem spielsüchtigen Versicherungsmakler aufklären. Der zweite Teil, "Gekaufte Liebe ist nur eine Ware", wird demnächst veröffentlicht.Krimi mit blutigen Szenen


Dieser Kriminalroman spielt im Menschenhändlermilieu und ist mit vielen blutigen Szenen nichts für schwache Nerven. Eine Idee für das dritte Buch der Soko-Reihe hat der Krimiautor auch schon: Es soll um ein Verbrechen in der rechten Szene gehen.
Damit seine Soko-Trier-Geschichten auch verfilmt werden können, verfasst Weiskopf selbst die passenden Drehbücher zu seinen Buchvorlagen. Das ist eine anspruchsvolle Angelegenheit, da Drehbücher einem besonderen Format genügen müssen: Sie dürfen nicht länger als 120 Seiten sein, da man ungefähr eine Buchseite für eine Minute Film rechnet. "Außerdem darf der Text keine erzählerischen Ausschmückungen enthalten, sondern muss kurz und prägnant die Fakten der Handlung wiedergeben", sagt Weiskopf.
Für die Buchvorlage des ersten Teils hat er drei Monate benötigt. Das Schreiben des dazugehörigen Drehbuchs hat doppelt so viel Zeit in Anspruch genommen. Seine Drehbücher hat er Produktionsfirmen zur Verfilmung angeboten. Dieses Vorhaben hat der Autor jedoch schnell wieder verwerfen müssen. "Ohne einen bekannten Namen oder entsprechende Beziehungen ist es schwer, auf diesem Markt Fuß zu fassen", bekennt er. Traurig macht ihn diese Tatsache jedoch nicht. Seine Buchveröffentlichungen erfüllen ihn mit Stolz: "Das sind meine eigenen Ideen und die kann mir niemand mehr nehmen. So ein Buch ist was Eigenes, so wie das Jodeldiplom aus dem bekannten Sketch von Loriot."Extra

Der Krimi "Soko-Trier - Tauber und der Tote im Wald" von Harry Whitehead ist im Berliner Epubli-Verlag erschienen. Im Internet unter www.epubli.de kann das Buch für 16,95 Euro bestellt werden. Als E-Book ist es bei www.amazon.de für 2,94 Euro erhältlich. "Die Gummiwurst" ist ebenfalls als E-Book bei Amazon zu haben. jwa