Sommer, Sonne, Schwimmbadwetter?

Bisher ist die Bilanz der Konzer Freibads eher bescheiden. Das wechselhafte und häufig verregnete Wetter hat die Besucher fern gehalten. Diese Woche gab es zumindest ein kleines Zwischenhoch.

Konz. Eine richtige lange Warteschlange vor dem Konzer Freibad - die hat es sicherlich lange nicht gegeben. Kühle Temperaturen und viele Regentage haben die Freibadsaison in diesem Jahr zu großen Teilen regelrecht ins Wasser fallen lassen. Doch am gestrigen Donnerstag bei etwa 28 Grad und strahlendem Sonnenschein gab es doch wieder eine Schlange an der Kasse zu "bestaunen". Beispielsweise als eine Gruppe von rund 50 Kindern, die derzeit an der Stadtranderholung teilnehmen, das Bad besucht haben.Ernüchternde Zwischenbilanz

Die aktuellen Besucherzahlen des Freibads spiegeln das sehr wechselhafte Wetter gut wider, im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Zwischenbilanz ernüchternd. Im Mai konnten sich die Besucher erstmals draußen im kühlen Nass erfrischen. In zehn Tagen kamen gerade einmal 1200 Besucher. Im Juni waren es mit etwa 7400 Badegästen zwar deutlich mehr, diese Zahlen sind laut Schwimmmeister Slava Grischov allerdings immer noch "sehr schlecht". Im Juli haben bisher etwa 5080 Menschen das Bad benutzt. "Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind diese Zahlen katastrophal", sagt er. "Doch das geht nicht nur uns so. Den anderen Freibädern ergeht es ähnlich", resümiert Grischov.Brigitte Rohles, die eine Jahreskarte des Konzer Schwimmbads besitzt, und Monika Thielen (beide aus Konz) berichteten am Donnerstag, dass sie dieses Jahr erst zum zweiten Mal im Freibad waren. "Es war ja kein Wetter", sagte Brigitte Rohles beim Sonnenbad, das sie sichtlich genossen hat. Zudem sei das Hallenbad derzeit geschlossen, ergänzte sie. Denn normalerweise ist das angrenzende Hallenbad bei schlechtem Wetter geöffnet. Aufgrund einer Generalreinigung ist es derzeit allerdings für etwa drei Wochen geschlossen. "Das ist natürlich schlecht", sagt Schwimmmeister Rainer Schmitt, denn bei schlechtem Wetter können die Besucher in dieser Zeit noch nicht mal auf das Hallenbad ausweichen. Besonders Leid tut es ihm für die Schulkinder, die wegen des wechselhaften Wetters in diesem Jahr selten in den Ferien einen ganzen Tag im Freibad verbringen können. Das schlägt sich natürlich auch beim Verkauf der "Schulferienkarten", nieder, die für 10,20 Euro erhältlich sind. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich 400 Karten verkauft, in diesem Jahr sind bisher gerade einmal 40 über den Verkaufstresen gegangen. Bei diesen eher bescheidenen Bedingungen bezeichnet sich der leitende Schwimmmeister Grischov bereits als "leidender Bademeister". Am gestrigen Donnerstag allerdings war das Leiden nicht so groß, denn das sommerliche Wetter nutzen viele für den lang ersehnten Freibadbesuch. Wie Jutta Backes aus Wasserliesch mit ihren Kindern Jan und Lena. "Wenn wir ins Schwimmbad gehen, dann hier", sagte Jutta Backes. Mit Ball und Taucherbrille ausgerüstet machte ihnen der Schwimmbadbesuch sichtlich Spaß. Lena beispielsweise ist besonders begeistert von der Rutsche und dem Springerbecken. Auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist, kann man sich im Konzer Freibad gut beschäftigen: Denn da das Becken für Kleinkinder nicht mehr ganz intakt ist, wurde das Wasser abgelassen und das Becken mit Sand aufgefüllt, so dass es nun als großer Sandkasten von Kindern genutzt werden kann. Außerdem ist ein Beachvolleyball-Feld für Spielspaß außerhalb des Wassers vorhanden.